Oberösterreich

Impfungen zeigen ersten Effekt bei Zahlen in Spitälern

Mehr als 100.000 Oberösterreicher wurden seit Mitte Jänner geimpft, knapp 50.000 haben schon die zweite Teilimpfung. Das macht sich bemerkbar.
Peter Reidinger
11.03.2021, 14:06

Die Corona-Zahlen in Österreich steigen, auch in Oberösterreich. Derzeit gibt es rund 3.000 aktive Fälle. Aber: Auch die Zahl der geimpften Personen steigt stetig. 

Und: Vor allem die älteren Menschen und die Risikopatienten wurden schon immunisiert, ebenso das Gesundheitspersonal. 

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Wir wollten vom Corona-Krisenstab des Landes OÖ wissen, ob sich der Schutz der Älteren und der Risikogruppen schon in Zahlen festmachen lässt. 

So sieht es in Spitälern aus

Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler-Universitätsklinikum, sagte dazu gegenüber "Heute" am Donnerstag: "Im KUK werden derzeit ‚nur‘ drei Patienten auf Intensivstation behandelt, diese sind alle unter 70 Jahre alt (48, 55, 68). Jüngere Patienten stellen auch auf unseren Normalstationen derzeit die Mehrheit dar, zwei Drittel sind jünger als 60 Jahre."

Ähnlich die Situation am Salzkammergutklinikum. Tilman Königswieser, Mitglied des Krisenstabs des Landes OÖ und Ärztlicher Direktor des Salzkammergut Klinikums, schildert: Bei den letzten Corona-Wellen waren 50 Prozent der Patienten in seinem Klinikum aus Alten- oder Pflegeheimen. "Derzeit gibt es keinen einzigen". 

Heißt also: In den Spitälern zeigt sich bereits ein erster Effekt, die besonders gefährdeten Gruppen erkranken offenbar nicht mehr oder wenn, dann nicht mehr so schwer, dass sie ins Spital müssten.

OÖ hält an Astra-Zeneca fest

Das Land OÖ hält jedenfalls trotz der jüngsten Schlagzeilen um Astra-Zeneca an dem Impfstoff fest. Diese Woche noch werden 15.000 Dosen in OÖ verabreicht. Wie berichtet gibt es ja laut EU-Arzneimittelagentur europaweit 22 Fälle von Thromboseerkrankungen nach der Impfung. Das sei aber statistisch nicht außergewöhnlich. Sprich: Diese 22 Fälle hätte es wohl ohne die Impfung auch gegeben. Untersucht werden die Fälle jetzt dennoch genau.

Primar Bernd Lamprecht in einem Interview für die Zeit im Bild.
Screenshot ORF

Linzer Bürgermeister fordert Öffnung

Angesichts der Spitalszahlen in Linz forderte auch Bürgermeister Klaus Luger eine Öffnung. "Aktuell werden in den vier Linzer Spitälern 20 Personen mit Corona-Infektionen auf Normal- und nur drei auf Intensivstationen behandelt. Ich plädiere für mehr Pragmatismus! Ich bin jedenfalls für Öffnungsschritte für Kinder, Kultur und Gastronomie – nicht nur jenseits des Arlbergs", schrieb er am Mittwoch auf Facebook.

Luger weiter: "Die gänzliche Öffnung der Gastronomiebetriebe zumindest ab der Karwoche und auch die flächendeckende Ermöglichung von Sportaktivitäten wie Kulturveranstaltungen ab spätestens Ostern sollte das Ziel sein. Selbstverständlich mit entsprechenden Auflagen, wie Masken, Abstand, Tests oder Impfnachweis."

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