Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 400 droht eine Sperre des Bezirks – das sehen die aktuellen Corona-Regeln vor. Im Klartext bedeutet das, dass die Ein- und Ausreise kontrolliert wird (von Polizei und Bundesheer). Und dass man nur mit einem negativen Test und aus triftigen Gründen (etwa, um in die Arbeit zu kommen) ausreisen darf.
Knapp dran an dieser Marke ist derzeit der Bezirk Kirchdorf an der Krems. Laut AGES Dashboard gab es dort gestern eine Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen) von exakt 373,2.
Zum Vergleich: In Linz liegt die Inzidenz derzeit bei 154, in Urfahr-Umgebung bei 95. Der Österreich-Schnitt liegt bei 240.
Aber warum ist in Kirchdorf (57.000 Einwohner mit Städten wie Kremsmünster, Kirchdorf, Windischgarsten) die Lage derzeit im OÖ-Vergleich so dramatisch?
Laut Krisenstab des Landes OÖ gibt es "keine herausstechenden Einzelereignisse". Einzig in Wartberg gibt es mehrere Fälle an der Volksschule und der Neuen Mittelschule. "Daher befinden sich beide Schule zur Gänze im Distance-Learning", so ein Sprecher des Krisenstabs.
Weiters heißt es: "Der Bezirk bleibt aber natürlich verstärkt unter Beobachtung, um gegebenenfalls lokale Maßnahmen einzuleiten."
Sollte die Inzidenz über mehrere Tage so hoch bleiben, soll verstärkt getestet werden. "Das kann vorerst durch mobile Testteams aber auch an bestehenden Standorten passieren. Damit soll der Bevölkerung ein breiteres Testangebot zur Verfügung gestellt werden. Welche Gemeinden betroffen sind, wird vom Landeskrisenstab gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden vor Ort und der jeweiligen Gemeindevertretung entschieden."
Dies hänge aber nicht nur von einer außergewöhnlich hohen 7-Tages-Inzidenz ab, sondern auch, "ob es sich um gut eingrenzbare Fallhäufungen oder Cluster handelt, ob die Ursache nachvollzogen werden kann, etc."