In diesen Bezirken leben in Wien die meisten Migranten

Die Anzahl an Menschen, die nicht in Österreich geboren ist, stieg in Wien binnen der letzten drei Jahre um 12,1 Prozent.
Die Anzahl an Menschen, die nicht in Österreich geboren ist, stieg in Wien binnen der letzten drei Jahre um 12,1 Prozent.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Laut einer aktuellen Statistik des Österreichischen Integrationsfonds wurde jeder fünfte Mensch nicht hier geboren.

Etwa 1,8 Millionen Menschen mit ausländischem Geburtsort lebten zu Beginn des Jahres 2021 in Österreich, das entspricht jeder fünften Person der Gesamtbevölkerung (20,1%). Laut der Zahlen, welche der Österreichische Integrationsfonds nun veröffentlichte, ist dies ein Zuwachs um fast 13 Prozent gegenüber 2016. 

Im 15. Bezirk leben in Wien die meisten Migranten

Rund 712.000 Personen mit ausländischem Geburtsort leben derzeit in Wien. Damit stieg die Anzahl binnen der letzten drei Jahre um 12,1 Prozent. Im Bezirksvergleich zeigt sich: Mit 47,9 Prozent war der Migrationsanteil in Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk) am höchsten, gefolgt von Brigittenau (20. Bezirk). Die wenigsten wiesen Hietzing (13. Bezirk) bzw. Liesing (23. Bezirk) auf.

Der Anteil der Bevölkerung mit ausländischem Geburtsort, gemessen an der Gesamtbevölkerung eines Bundeslandes, war in Wien mit 37,1 Prozent am höchsten und im Burgenland mit 12 Prozent am niedrigsten. In der Bundeshauptstadt wurden die meisten Personen in Serbien, der Türkei und Deutschland geboren, wie die folgende Grafik übersichtlich zeigt.

Am stärksten stieg der Migrationsanteil seit Anfang 2016 übrigens in der Steiermark (13,4 Prozent), Oberösterreich (16,2 Prozent) und Tirol (19,2 Prozent). Niederösterreich verzeichnete mit 11,3 Prozent den geringsten Anstieg.

Integrationsministerin Susanne Raab
Integrationsministerin Susanne RaabHERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com

Integrationsministerin Susanne Raab sagt angesichts der aktuellen Zahlen zu "Heute": "Erstmals ist in Österreich jeder fünfte im Ausland geboren. Die Integration aller Bevölkerungsgruppen ist daher wichtiger denn je. Das ist eine enorme Herausforderung und deshalb braucht es hier eine klare Linie in der Integration. Der Staat stellt eine Fülle von Integrationsmaßnahmen zur Verfügung, es geht aber auch darum, dass diese Angebote auch wahrgenommen werden. Integration wird gefördert, aber auch eingefordert."

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