In dieser kleinen Kiste stecken 28 Spielkonsolen

Retroengine Sigma ist der Traum aller Gamer: Das Gadget vereint fast 30 Konsolen unter einem Namen. Bleibt nur zu hoffen, dass es kein Scherz ist.

Ein Hersteller namens Doyoda Team mit Sitz in Santa Monica in Kalifornien hat ein sehr spannendes Crowdfunding-Projekt gestartet. Die Kiste namens Retroengine Sigma soll insgesamt 28 Spielkonsolen vereinen. Darunter sind Klassiker wie der Atari 2600, NES, SNES, N64, aber auch die PS1, Sega Genesis und sogar der Gameboy Color.

ist ein wahrer Selbstläufer: Mehr als 470.000 Dollar sind schon zusammengekommen, das eigentliche Ziel von 20.000 Dollar also um Welten übertroffen. Unter der Haube dürfte die kleine Kiste von dem Mini-Computer Raspberry Pi angetrieben werden, welcher die alten Spielkonsolen emuliert.

Download? Nicht erlaubt!

Der Haken an der Sache: Die Retroengine Sigma wird nur mit 15 vorinstallierten Games ausgeliefert. Konkrete Titel nennt das Doyoda Team dabei nicht. Das Problem: Auf legalem Weg lassen sich die alten Game-ROMs nicht beschaffen. Wer Software-ROMs herunterlädt und verwendet, begeht aus rechtlicher Sicht eine Urheberrechtsverletzung.

Weil man im Internet Spuren hinterlasse, bestehe die Möglichkeit, dass man dabei erwischt werde. So könnten beispielsweise IP-Adressen über die Vorratsdatenspeicherung einzelnen Internet-Anschlüssen zugeordnet werden. Der Schutz von Computerprogrammen erlischt erst 50 Jahre nach dem Tod der zuletzt verstorbenen Person, die bei der Schaffung mitgewirkt hat.

Leider gibt es auch keine Regelung für verwaiste Computerprogramme, das heißt für solche, bei denen die Rechteinhaber gar nicht (mehr) bekannt seien. In der Praxis ist die Strafverfolgung von Konsumenten aber selten. Die Rechteinhaber konzentrieren sich auf die Anbieter von Emulatoren und von ROMs.

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