Die Teuerungswelle lässt nicht nach. Wie bereits berichtet, steigen die Preise für fast alle Produkte des täglichen Bedarfs rasant an. In Schladmingist die Lage zudem noch dramatischer. Zusätzlich zu den hohen Lebensmittelpreisen sind die Miet- und Baupreise auf einem Höchststand.
In den letzten fünf Jahren hat der Quadratmeterpreisfür einen Baugrund um 50 Prozent zugelegt – Tendenz weiter steigend. Für Normalverdiener ist das Leben in der WM-Stadt von 2013 mittlerweile nicht mehr leistbar. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt, die bereits Grund erworben haben, verkaufen diesen nun teuer an Auswärtige.
Besonders für junge Familien ist die Lage in der steirischen Skihochburg zuletzt besonders prekär geworden. Obwohl der Bezirk Lienz, wo Schladming liegt, generell stark von Abwanderungbetroffen ist, können sich nur noch die Wenigsten ein Heim in der Region leisten. Die "Kleine Zeitung" zitiert eine anonyme Jungmutter, die nach ihrer Ausbildung und ihrem beruflichen Werdegang in Wien wieder zurück in ihrer Heimat, ein Haus bauen wollte. Die hohen Grundstückspreise haben diesen Plan jedoch vereitelt.
Der Erwerb einer Eigentumswohnung ist ebenfalls eine teure Alternativ. Denn auch die Preise für Eigentumswohnungen sind in Schladming und dem Nachbarort Ramsau auf bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Wer die Option eines hohen Kredites ablehnt, muss sich anderweitig umsehen.
Die junge Familie hat sich entschieden, eine 50-Quadratmeter-Mietwohnung, die 16 Kilometer entfernt von Schladming ist, zu beziehen. Glücklich über die Situation ist die Familie freilich nicht, die Mutter meint: "Natürlich wäre ein Haus oder eine große Wohnung toll gewesen.“