In Kroatien gesuchter Verbrecher logierte in Wien

Dicke Luft zwischen Kroatien und Österreich. Ein in Kroatien per Haftbefehl gesuchter Top-Manager konnte in Wien ein Meeting abhalten, ohne festgenommen zu werden. Die kroatischen Behörden toben.

 

Hernadi Zsolt Tamas, Chef des Öl-Konzerns MOL, werden Schmiergeldzahlungen in der Höhe von zehn Millionen an den ehemaligen kroatischen Premierminister Ivo Sanader vorgeworfen. Letzterer wurde verurteilt, die ungarische Justiz weigerte sich jedoch Tamas an Kroatien auszuliefern. Der Prozess gegen den Manager endete mit keinem Schuldspruch.

Die Kroaten wollten das nicht hinnehmen und erwirkten über Interpol einen internationalen Haftbefehl. Tamas hingegen zeigte sich offenbar wenig beeindruckt und verbrachte jüngst einige Tage in Wien um sich mit anderen hochrangigen Öl-Managern zu beraten, wie die "Krone" berichtet. 

Ein Insider zur "Krone": "Vermutlich haben die Behörden nicht gewusst, dass er sich im Land aufhält. Was möglich ist, sofern er nicht mit dem Flieger landete."

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