Oberösterreicher haben Angst vor Atomunfall

Josef Lindner (OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer), Alexander Nerat (Zivilschutz-Vizepräsident), Michael Hammer (OÖ-Zivilschutz-Präsident) und Paul Eiselsberg (IMAS) präsentierten am Dienstag die Zahlen der Umfrage.
Josef Lindner (OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer), Alexander Nerat (Zivilschutz-Vizepräsident), Michael Hammer (OÖ-Zivilschutz-Präsident) und Paul Eiselsberg (IMAS) präsentierten am Dienstag die Zahlen der Umfrage.Bild: OÖ Zivilschutz

Die größte Angst haben die Oberösterreicher vor einem möglichen Atomunfall. Nur 29 Prozent fühlen sich sehr gut auf eine Katastrophe vorbereitet.

Ob ein Atomunfall, eine Umweltkatastrophe, ein "Blackout" (Stromausfall) oder ein Einbruch – wie alle drei Jahre ermittelte der OÖ-Zivilschutzverband im Zuge einer IMAS-Umfrage auch heuer wieder, wovor sich die Oberösterreicher am meisten fürchten.

Das Ergebnis ist verblüffend: Denn auf die Frage, welche Gefahrenquellen, Katastrophen-Informationen und Beratungen am wichtigsten sind, kreuzten 81 Prozent der Befragten bei einem möglichen Atomunfall "sehr wichtig" an.

Im Rückschluss heißt das, dass die Oberösterreicher davor am meisten Angst haben.

Gleich dahinter rangieren im "Sorgen-Ranking" der längere Stromausfall (Blackout) mit 77 Prozent sowie eine Umweltkatastrophe (71 Prozent).

Danach folgen:

• Brand (65 Prozent)

• Internetkriminalität (50 Prozent)

• Verkehrssicherheit (49 Prozent)

• Einbruch (47 Prozent)

• Haushaltsunfälle (30 Prozent)

Vor allem der sogenannte "Blackout" gewinnt bei den Bürgern immer mehr an Bedeutung. Im Jahr 2012 gaben nur 36 Prozent der Befragten an, dass Informationen darüber für sie sehr wichtig seien. "Dies zeigt, dass wir mit unserem Schwerpunkt zum Thema Blackout richtig liegen", so OÖ-Zivilschutzpräsident Michael Hammer.

Insgesamt sind nur 29 Prozent der Befragten der Meinung, dass das Land Oberösterreich sehr gut auf eine mögliche Katastrophe vorbereitet ist. Acht Prozent gaben sogar an, nicht besonders gut gerüstet zu sein.

Die Menschen selbst fühlen sich auch nicht optimal vorbereitet. Nur rund ein Zehntel (11 Prozent) ist laut Umfrage auf Katastrophen sehr gut vorbereitet. Drei Jahre zuvor waren es noch 16 Prozent.

Wasser und haltbare Lebensmittel am wichtigsten

Sollte sich tatsächlich eine Katastrophe ereignen, nennt der Oberösterreicher im Durchschnitt drei Dinge, der er benötigen würde. Dabei sind der Bedarf an Wasser (76 Prozent) und haltbaren Lebensmitteln (67 Prozent) sowie Konserven (27 Prozent) am wichtigsten.

Hygieneartikel sind dabei mit nur einem Prozent ganz am Ende der Tabelle. Auch das Bewusstsein für technische Geräte ist eher gering. Hammer: "Das Notfallradio als wichtige Informationsquelle im Katastrophenfall wird unterschätzt und kommt im Ranking nur an elfter Stelle vor."

Der OÖ-Zivilschutz appelliert an die Bürger im Falle einer Katastrophe vor allem drei Bereiche abzudecken: ausreichender Lebensmittelvorat, technische Hilfsgeräte und genügend Medikamente.

Um rasch die nötigen Vorkehrungen zu treffen, hat der OÖ-Zivilschutz einen eigenen Shop eingerichtet. Von Wasserentkeimungstabletten über den CO-Warner bis zu den Sicherheitskerzen ist dort alles erhältlich.

(mip)

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