Wenn Weihnachten vor der Türe steht, heißt das für viele, dass sie mehr Geld ausgeben müssen, um Geschenke zu besorgen. Gerade für Personen, die ohnehin schon ein geringes Einkommen haben, stellt das eine zusätzliche Belastung dar. Vater Stefan und sein sechsjähriger Sohn müssen deshalb auf das Angebot des Sozialmarktes in der Ullreichgasse 12 in der Donaustadt zurückgreifen.
Die Regale des Sozialmarktes sind mit Weihnachtsgeschenken und Schokoladen gefüllt. Auch Vater Stefan greift mit seinem Sohn bei den Angeboten zu: "Wir haben Weihnachtsgeschenke gekauft und auch ein bisschen was für uns", erklärt der Ende 30-Jährige. Er und seine Familie haben stark mit den Teuerungen zu kämpfen. "Wir müssen schon zwei-drei Mal überlegen, ob wir etwas kaufen können, was er haben will", so Stefan, der auf seinen gleichnamigen Sohn zeigt. Früher war es für die Familie leichter: "Man braucht etwas, man nimmt es und fertig, aber heutzutage ist das nicht mehr so einfach."
Oft muss der Familienvater überlegen, was er ausgibt und wo er sparen muss. Besonders, wenn man eine Familie hat, ist die Belastung hoch. "Mit 100 Euro konnte man sich früher noch zehn Sachen leisten, heutzutage gehen sich für uns sechs oder sieben Sachen maximal aus. Dieselben Sachen meine ich", erklärt Stefan.
In seiner Familie ist Stefan Alleinverdiener. Seine Frau verlor ihren Job aufgrund der Insolvenz ihrer Firma: "Die Insolvenz ist genau wegen der Situation passiert, die wir gerade besprochen haben", so der Vater, der damit auf die Teuerungen anspielt. Mit bloß einer Einkommensquelle ist es für Stefans Familie zunehmend schwieriger, über die Runden zu kommen. "Man muss momentan viel sparen, sagen wir mal so. Man braucht manchmal ein bisschen Unterstützung, Gott sei Dank gibt es solche sozialen Unterstützungen. Da kann man sich auch mal etwas mehr leisten", ist Stefan für das Angebot der Sozialmärkte dankbar.