500 Meter lang soll sie werden. Von der Franz-Josef-Warte am Freinberg bis zum Zoo auf der Urfahraner Seite soll die längste Hängebrücke Europas künftig in einer Höhe von 110 Metern über die Donau führen. Wir berichtetendarüber.
In der heutigen Gemeinderatssitzung soll mit dem Beschluss des Flächenwidmungsplanes der Grundstein für die Errichtung gelegt werden. Einigen Anrainern stößt dieses Vorhaben aber sauer auf. Die Initiative "Pro Pöstlingberg" will das Projekt sogar noch verhindern.
In einem offenen Brief an die Linzer Gemeinderäte schildern sie ihre Sorgen. "Das Projekt Hängebrücke würde zu einer erheblichen qualitativen Beeinträchtigung des Wohngebietes in der engeren und weiteren Umgebung des Pöstlingbergs führen", sind sich die Verfasser einig.
Die Initiative hat schon mehr als 1.000 Unterstützer gefunden. "Linzer Bürger werden diese Hängebrücke wahrscheinlich nur ein einziges Mal überqueren, aufgrund der hohen Kosten für die Benützung. Für die wirtschaftliche Rentabilität sind deshalb Besucher aus anderen Bundesländern, Schiffstouristen und europaweit Interessierte erforderlich und auch zu erwarten", mahnen die Mitglieder der Initiative. Ihre Befürchtung ist, dass auch diese vorwiegend mit Autos und Bussen anreisen werden. Dabei gibt es doch schon jetzt zu wenig Parkplätze.
Beim Tierpark gibt es beispielsweise nur Stellplätze für 80 Autos. An Wochenenden und Feiertagen sollen die Parkplätze dort schon jetzt überlastet sein. Für den Freinberg, ebenfalls ein beliebtes Naherholungsgebiet, gilt laut der Initiative das Gleiche wie für den Pöstlingberg.
Im offenen Brief wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Linzer Hängebrücke die Erste wäre, die mitten in einer Großstadt errichtet wird.
Hans Schieszl, der in der Initiative die Bewohner von Gramastetten (Bez. Urfahr-Umgebung) vertritt, sagt im "Heute"-Gespräch: "In der Früh reicht der Stau unter Woche oft schon von der Rudolfstraße bis zum Zoo zurück. Wir wollen nicht auch noch an den Wochenenden lange Staus und viele parkplatzsuchende Autofahrer."
Nun bleibt abzuwarten, wie im Gemeinderat auf den offenen Brief reagieren wird.