Vor der kroatischen Adriaküste läuft eine groß angelegte Suchaktion nach einem vermissten Österreicher. Der 46-Jährige ging am Sonntagvormittag nahe der Insel Šolta über Bord und wird seither vermisst. Nach ersten Informationen befanden sich auch die sechs weiteren Personen an Bord des Katamarans aus Österreich.
Das Unglück ereignete sich laut Hafenbehörde Split rund sechs Seemeilen südlich der Insel. Der Skipper wollte ersten Erkenntnissen zufolge ein verwickeltes Seil kontrollieren. Wegen des starken Windes und des hohen Wellengangs verlor er dabei das Gleichgewicht und stürzte ins Meer.
Die übrigen Crewmitglieder versuchten noch, dem Mann ein Seil zuzuwerfen. Die Strömung trieb den 46-Jährigen jedoch vom Boot weg. Wenige Minuten später verlor die Besatzung ihn aus den Augen.
Unmittelbar nach dem Notruf starteten die kroatischen Behörden eine umfangreiche Such- und Rettungsaktion. Im Einsatz stehen Boote der Hafenbehörde, der Polizei und des Zolls sowie ein Flugzeug der kroatischen Luftstreitkräfte und ein Hubschrauber.
Die sechs weiteren Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Laut Behörden handelt es sich um Freunde des vermissten Skippers. Die Gruppe war am Samstag in Trogir gestartet und wollte über Šolta weiter nach Hvar und Korčula reisen. Die Charterfirma organisierte inzwischen einen neuen Skipper, der die Crew zum nächsten Zielhafen bringen soll.
Die Suche nach dem 46-Jährigen wird durch das Wetter zusätzlich erschwert. Alle Schiffe in der Region wurden aufgefordert, nach dem Vermissten Ausschau zu halten und mögliche Hinweise sofort zu melden. Für das Gebiet rund um Split und Šolta werden stärkerer Wind und Regen erwartet, wodurch sich die Bedingungen weiter verschlechtern könnten.