Während die nächste Hitzewelle bevorsteht, sorgt eine Anfragebeantwortung des Landes Oberösterreich für Diskussionen. Die Grünen werfen Bildungslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) vor, keinen konkreten Plan gegen überhitzte Schulen und Kindergärten vorzulegen.
Auslöser ist eine schriftliche Anfrage der Grünen, wie Bildungseinrichtungen künftig besser auf hohe Temperaturen vorbereitet werden sollen, berichtet die "Krone". Hintergrund sind Temperaturen von bis zu 30 Grad und mehr, die Ende Juni in Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen (KBB) gemessen wurden.
In ihrer Antwort verweist Haberlander auf bestehende bauliche und technische Vorgaben etwa zu Beschattung, Gebäudeausrichtung und Raumgestaltung. Neue Maßnahmen zum Hitzeschutz in Kindergärten und Schulen kündigt sie jedoch nicht an.
Auf die Frage, wie das Land Einrichtungen organisatorisch, fachlich oder finanziell bei Hitzewellen unterstützen wolle, verweist die Bildungslandesrätin auf Empfehlungen der Bildungsdirektion Oberösterreich. Dort wird unter anderem geraten, Stress zu vermeiden, häufig zu duschen, Alkohol zu meiden und Kinder nicht in Autos zurückzulassen.
Die grüne Klimaschutzsprecherin Anne-Sophie Bauer reagiert darauf mit scharfer Kritik. Die Antwort sei für sie "unfassbar".
Besonders stößt sie sich daran, dass auf der Website der Bildungsdirektion zwar die Nutzung von Ventilatoren und Klimaanlagen empfohlen wird, das Land deren Förderung aber nicht grundsätzlich vorsieht. In der Anfragebeantwortung heißt es, Klima- oder Lüftungsanlagen seien nicht automatisch förderfähige Standardmaßnahmen und aufgrund der Kosten nicht generell vorgesehen.