Rasche Maßnahmen

Extreme Hitze in Klassen – jetzt Millionen-Investition

Kärnten investiert vier Millionen in kühlere Schulen und Kindergärten. Gleichzeitig fordert das Land einen früheren Start der Sommerferien.
Österreich Heute
09.07.2026, 06:26
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Schwitzende Kinder, stickige Klassen, wenig Konzentration: Schulen und Kindergärten zunehmend an ihre Grenzen. Kärnten reagiert jetzt mit einem Millionenpaket – und bringt erneut eine Vorverlegung der Sommerferien ins Spiel.

Rund vier Millionen Euro stellt das Land für Hitzeschutzmaßnahmen in Schulen, Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen bereit. Gemeinden können sich bis zu 80 Prozent der Kosten fördern lassen.

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Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) fordert gleichzeitig ein Umdenken bei den Sommerferien. "Was hält uns davon ab, schon im nächsten Jahr die Sommerferien um zwei Wochen vorzuverlegen?", fragt er.

"Lernen ist so nicht möglich"

Für Fellner beginnt der Hochsommer längst nicht mehr erst im August. Die größten Hitzewellen würden sich zunehmend in den Juni verlagern. Während Kinder und Lehrkräfte in Kärnten heuer noch bis zum 11. Juli Unterricht haben, würden sich viele seit Wochen in überhitzten Klassenräumen abmühen.

"Unter diesen Umständen zu lernen, ist schlichtweg nicht möglich", sagt Fellner. Kärnten wolle deshalb sogar als Modellregion für einen früheren Ferienstart dienen.

Ventilatoren, Sonnensegel und Cooling Rooms

Mit dem Förderpaket sollen Bildungsstandorte rasch entlastet werden. Unterstützt werden unter anderem Deckenventilatoren, Rollos, Jalousien, Hitzeschutzfolien sowie vollklimatisierte Ruhe- und Erholungsräume oder sogenannte Cooling Rooms.

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Auch draußen soll gegen die Hitze vorgegangen werden. Gefördert werden etwa schattenspendende Bäume und Sträucher, Sonnensegel, Pergolen, Trinkbrunnen, Dachbegrünungen sowie die Entsiegelung und Begrünung von Flächen.

"Hohe Temperaturen belasten Kinder und Pädagoginnen und Pädagogen körperlich, beeinträchtigen die Konzentration und machen auch Ruhephasen schwieriger. Deshalb stellen wir rund vier Millionen Euro bereit und übernehmen bis zu 80 Prozent der Kosten", sagt Gemeindereferentin Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ).

Mehr Spielraum für Schulen gefordert

Bildungsreferent Peter Reichmann spricht sich zudem für bundesweit einheitliche Regeln bei Hitzewellen aus. Schulen sollten künftig klar geregelt Unterrichtszeiten anpassen, Stunden verkürzen oder alternative Lernformen einsetzen können.

Außerdem fordert er mehr Eigenständigkeit für Schulen. Diese sollten bei angekündigten Hitzewellen den Unterricht früher beginnen oder projektorientierte und digitale Lernphasen einfacher umsetzen können.

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