Wie es mit dem Rettungshubschrauber Martin 3 in Scharnstein (Bezirk Gmunden) weitergeht, ist nach wie vor offen. Der Konflikt zwischen dem Betreiber Heli Austria und dem ASKÖ-Flugsportverein als Eigentümer des Flugplatzes ist weiterhin ungelöst. Das Land Oberösterreich wird sich in den Streit nicht einmischen.
Gesundheitslandesrätin und Landeshauptmannstellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) erklärte, dass private Angebote vom Land nicht kommentiert würden, so der ORF. Damit greift die Landespolitik in den Konflikt nicht ein. Gleichzeitig verstehe Haberlander die Sorge vieler Menschen in der Region um den Rettungshubschrauber.
Auslöser des Streits ist die Kündigung von Heli Austria durch den ASKÖ-Flugsportverein. Das private Unternehmen betreibt den Rettungshubschrauber Martin 3 und will den Standort in Scharnstein behalten. Gegen die Kündigung geht Heli Austria rechtlich vor.
Nach Angaben der Beteiligten gibt es unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft des Flugplatzes. Heli Austria fordert seit längerer Zeit Verbesserungen der Infrastruktur. Der ASKÖ-Flugsportverein verweist darauf, dass diese Anforderungen von einem gemeinnützigen Verein nicht erfüllt werden könnten.
Der Flugverein betont gleichzeitig, dass auch künftig ein Rettungshubschrauber in Scharnstein stationiert sein soll. Allerdings wünsche man sich dafür einen anderen Betreiber.
Das Land Oberösterreich verweist auf die Rettungshubschrauber des ÖAMTC. Die Versorgung der Bevölkerung sei durch die Christophorus-Hubschrauber gewährleistet, hieß es aus dem Büro von Christine Haberlander.
Ob Martin 3 dauerhaft in Scharnstein bleiben kann, ist damit weiterhin unklar. Die rechtliche Auseinandersetzung zwischen Heli Austria und dem ASKÖ-Flugsportverein läuft.