Acht Stunden lang

Bergrettung birgt verirrten 18-jährigen Abenteurer

Ein Ungar (18) hat im Toten Gebirge einen Großeinsatz ausgelöst. Der Bergsteiger verirrte sich in der Nacht und wurde stark unterkühlt gerettet.
Newsdesk Heute
24.07.2026, 09:16
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Der 18-Jährige war vom Almsee über den Sepp-Huber-Steig aufgestiegen. Geplant war eine Tour über das Hochplateau des Toten Gebirges zur Welserhütte und anschließend zurück ins Tal.

Westlich des Schermbergs wollte der Bergsteiger über das Schneetal ins Büchsenkar abkürzen. Laut Bergrettung gibt es dort jedoch keinen markierten Wanderweg, sondern höchstens einen selten begangenen Steig mit schwierigen Passagen. Ob ihn eine Navigations-App fehlgeleitet hatte, ist derzeit noch unklar.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Notruf in der Nacht

Auf rund 1.760 Metern Seehöhe fand der junge Mann den Abstieg nicht mehr und setzte gegen 21:50 Uhr den Notruf ab. Weil die Telefonverbindung schlecht war, funktionierte die automatische Standortübermittlung nicht. Der 18-Jährige konnte seine Koordinaten jedoch auf Englisch durchgeben.

Die Bergrettung Grünau machte sich sofort auf den Weg. Zusätzlich wurde ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera angefordert.

Hubschrauber konnte nicht zu Hilfe kommen

Kurz vor 23:30 Uhr konnten die Einsatzkräfte den Vermissten lokalisieren. Als die Bergretter ihn gegen 1:19 Uhr erreichten, war der junge Mann nur mit T-Shirt und kurzer Hose bekleidet und bereits deutlich unterkühlt.

Ein Notarzthubschrauber sollte ihn ausfliegen, musste den Einsatz wegen des starken Windes jedoch abbrechen. Gegen 2 Uhr erreichte der Hubschrauber den Einsatzort, musste aber wegen den schwierigen Witterungsverhältnissen den Rettungsversuch abbrechen. Deshalb mussten die Bergretter den 18-Jährigen gesichert am Seil durch das schwierige Felsgelände ins Tal bringen. Nach rund acht Stunden war der kräftezehrende Einsatz beendet.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 24.07.2026, 09:23, 24.07.2026, 09:16
Weitere Storys