Die Extremhitze im Juni hat die gesamte österreichische Bevölkerung in Schach gehalten. Die Grünen stellen nun ein Hitzeschutzpaket in einem "7-Punkte-Plan für NÖ" vor.
Helga Krismer (Grüne), Landessprecherin der Grünen NÖ sowie Fraktions- und Klubobfrau der Grünen im NÖ Landtag, erklärt: "Die Hitze kommt nicht überraschend, sie ist Folge der Klimakrise. Die Menschen da draußen quälen sich durch den Alltag – ob beim Einkauf auf glühendem Asphalt oder in überhitzten Wohnungen. Schatten bringt Kühlung, Wasser bringt Erleichterung. Das weiß jedes Kind."
Und weiter: "Dennoch schaut Schwarz-Blau tatenlos zu und weigert sich, die bekannten und sachlich begründeten Maßnahmen für mehr Grün, mehr Bäume und weniger Beton umzusetzen. Wer in dieser Situation mauert, handelt rein ideologisch auf dem Rücken der Gesundheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher."
Georg Ecker (Grüne), Landtagsabgeordneter, weist darauf hin, dass sich die Landschaft verändert hat und man positive Aspekte der Vergangenheit zurückholen müsse. Statt Regentonnen, unverbaute Bäche und Überschwemmungsflächen gebe es heute oftmals Trockenheit und Versiegelung.
"Unsere Sorge ist, dass die Landesregierung die Hitzewellen einfach aussitzen will und hofft, dass der nächste Sommer nicht wieder 40 Grad bringt. Dafür ist Politik nicht da!", so Ecker.
In dem "7-Punkte-Plan für NÖ" fordern die Grünen unter anderem Wasserrückhaltesysteme, öffentliche Wasserplätze sowie offensive Baumbepflanzung in den Gemeinden. Außerdem möchten sie, dass Agrarböden vor Austrocknung geschützt werden.
"Mit viel Beton und Asphalt wird Niederösterreichs Zukunft nicht gebaut. Sondern mit viel Hirnschmalz gegen die Klimakrise und im Zusammenwirken mit einer intakten Natur für einen Hitzeschutz, der uns alle gesund hält. Wir appellieren an die Landesregierung, diesen Hitzeschutzplan endlich aufzugreifen und umzusetzen", so Krismer und Ecker unisono.
Landesgeschäftsführer Matthias Zauner (VPNÖ) kontert: "Als die Niederösterreich-Partei arbeiten wir Tag für Tag an der besten Lebensqualität für unsere niederösterreichischen Landsleute. Das gilt besonders auch für die anhaltende Trockenheit und die wiederkehrende Hitze, denen wir zielgerecht entgegnen."
Als Beispiel nennt Zauner den NÖ Bodenbonus. Damit werden Gemeinden dabei unterstützt, öffentliche Flächen zu entsiegeln und Plätze nach dem Schwammstadt-Prinzip umzugestalten. Bislang wurden 45 Entsiegelungsprojekte unterstützt. Auch circa 50 Projekte zur Gewässer-Renaturierung sind aktuell im Gange.
"Natürlich begrüße ich es, wenn Helga Krismer-Huber konstruktiv mitarbeiten will. In ihren Forderungen greift sie allerdings vieles auf, was die Landesregierung schon umsetzt", so Zauner.