So hatte sich der dänische Nationalspieler Christian Eriksen seinen Umzug nach Mailand nicht vorgestellt: Nach seinem Januar-Wechsel von Tottenham zu Inter hatte der 28-Jährige noch kein eigenes Haus gefunden. Die Folge: Während des wochenlangen Lockdowns in Italien musste Eriksen auf dem Trainingsgelände leben.
Zwar hatte der Spielmacher und Standardexperte bei seinen Mannschaftskollegen Ashley Young und Romelu Lukaku angefragt, aber "zwei Wochen auf dem Sofa bei jemandem zu schlafen, wäre zu lang gewesen", sagt Eriksen gegenüber der dänischen Zeitung "Jyllands Posten".
So blieb dem Dänen nichts anderes übrig, als auf dem Trainingsgelände von Inter die Zelte aufzuschlagen. Alleine war Eriksen jedoch nicht: Ein Koch sowie fünf Staff-Mitglieder hatten sich ebenfalls aus Sicherheitsgründen in Quarantäne begeben. Dennoch sagt Eriksen: "Es war die längste Phase meines Lebens."
Und die Quarantäne auf dem Trainingsgelände war nicht das einzige Problem für den Pechvogel. Auch Sprachbarrieren haben Eriksen schon ins Schwitzen gebracht. So wurde der Däne beim Einkaufen von der Polizei angehalten, die ihn darauf hinwies, die Lockdown-Regeln zu beachten. "In meinem ziemlich schlechten Italienisch musste ich dann erklären, was ich tat, wohin ich ging und warum ich nicht zu Hause war", erzählt Eriksen.
Den Wechsel zu Inter bereut er dennoch nicht. Dies, obwohl das Mailand-Kapitel wegen der Corona-Epidemie schleppend gestartet war. "Für mich war es der richtige Schritt, auch weil Inter mich unbedingt wollte. Für einen Fußballer ist das sehr wichtig", sagt Eriksen gegenüber "Jyllands Posten".
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