Wesley Edens (64), milliardenschwerer Besitzer des Premier-League-Clubs Aston Villa, soll Opfer einer spektakulären Erpressung geworden sein. Eine 46-jährige Frau aus China soll versucht haben, vom US-Unternehmer mehr als eine Milliarde Dollar zu erpressen. Darüber berichten das "Wall Street Journal" und die "New York Post".
Laut Anklage lernten sich Edens und Changli Luo 2022 über das Karriere-Netzwerk LinkedIn kennen. Kurz darauf kam es in der Wohnung der Frau zu einem Treffen – Sex inklusive. Während Edens dies laut Berichten als One-Night-Stand gesehen haben soll, entwickelte Luo offenbar stärkere Gefühle.
In einem Liebesbrief schrieb sie laut Anklageschrift: "Ich habe dir nie gesagt, dass ich dich liebe, und heute Abend möchte ich dir sagen, dass ich meine Gefühle für dich zurückgehalten habe, denn ich liebe dich von ganzem Herzen!"
Die Staatsanwaltschaft in New York spricht von einer monatelangen Erpressungskampagne. Luo soll damit gedroht haben, intime Videos und Fotos der gemeinsamen Nacht zu veröffentlichen und diese an Familie, Ex-Frau sowie Medien weiterzugeben.
Zunächst soll es um eine Zahlung von 7,5 Millionen Dollar gegangen sein. Laut Berichten wurde darüber sogar in einem Zoom-Meeting unter Aufsicht eines ehemaligen Richters verhandelt.
Später behauptete Luo jedoch, an der sexuell übertragbaren Krankheit HPV erkrankt zu sein, die sie sich angeblich bei Edens geholt habe. Danach soll sie ihre Forderung drastisch erhöht haben – auf insgesamt 1,215 Milliarden Dollar, etwa die Hälfte des geschätzten Vermögens des Unternehmers.
Edens schaltete schließlich das FBI ein. Bei einer Durchsuchung der Wohnung der 46-Jährigen fanden Ermittler zwei versteckte Handys – eines in einem Wäschekorb, das andere in einer Packung Damenbinden.
Darauf entdeckten die Behörden laut Bericht Bilder, auf denen der Kopf von Edens auf den Körper eines anderen Mannes montiert worden war.
Luo wurde zwischenzeitlich festgenommen, kam nach Hinterlegung einer Kaution von 500.000 Dollar aber wieder frei. Gegen sie wird unter anderem wegen Erpressung ermittelt. Der Prozess soll noch heuer beginnen.