Inzidenz bei 300, doch England beendet Corona-Maßnahmen

Schon am 5. Juli gab Boris Johnson die Lockerungen bekannt, kündigte aber eine weitere Prüfung an
Schon am 5. Juli gab Boris Johnson die Lockerungen bekannt, kündigte aber eine weitere Prüfung anDANIEL LEAL-OLIVAS / AFP / picturedesk.com
Obwohl die Inzidenz innerhalb von sechs Wochen von 15 auf über 300 stieg, lockert man in England nun praktisch alle Corona-Maßnahmen.

Noch vor der EM freute man sich über eine 7-Tages-Inzidenz um die 15 herum. Mittlerweile stieg sie auf bis zu 320 an, Tendenz steigend. Trotzdem sollen, wie geplant, am 19. Juli auch der Großteil der restlichen Corona-Maßnahmen fallen. Das verkündete Premierminister Boris Johnson am Montag.

Die Hygienevorschriften werden dann ähnlich wie in Österreich ausgestaltet sein, heißt: Kein Mindestabstand, weder Masken noch Registrierung in der Gastronomie und auch die Nachtclubs machen wieder auf. Die Inzidenz ist hierzulande aber weitaus niedriger, wenngleich sie seit der Lockerung der Maskenpflicht von sieben auf rund zwölf angestiegen ist.

Nichtsdestotrotz: "Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei. Diese Krankheit gefährdet weiterhin Sie und Ihre Familien", sagt Johnson. Die Maskenpflicht soll weiterhin freiwillig eingehalten werden, appelliert der Premier.

Delta

Dass die Zahlen weiter steigen werden, nimmt man dabei billigend in Kauf. Schon der aktuelle Anstieg war auf die Delta-Variante zurückzuführen, die auf der Insel bereits 99 Prozent aller Fälle ausmacht. Diese Situation wird Experten zufolge Ende Juli wohl auch in Österreich eintreten.

Dabei kommt es aber darauf an, ob das Gesundheitssystem dem standhält. Aufgrund der fortschreitenden Durchimpfung geht man davon aus, dass es auch bei einem starken Anstieg der Neuinfektionen zu keiner Situation kommt, in der die Krankenhäuser an die systemkritische Grenze geraten. 

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