Inzidenz von 554 – trotzdem gibt's hier keine Maßnahmen

In Braunau drohen wieder Ausreisekontrollen, in Gmunden, wo die Inzidenz höher ist, hingegen nicht.
In Braunau drohen wieder Ausreisekontrollen, in Gmunden, wo die Inzidenz höher ist, hingegen nicht.MANFRED FESL / APA / picturedesk.com
In Braunau drohen Ausreisekontrollen. In Gmunden, wo die Inzidenz mit 554 sogar weit höher ist, hingegen nicht. Und das hat einen guten Grund.

Seit Tagen liegt die 7-Tages-Inzidenz im oberösterreichischen Bezirk Braunau über der kritischen Marke von 400, aktuell sogar bei 521. Und seit Tagen drohen dem Bezirk wieder Aus- und Einreisekontrollen. Heißt: Wer raus oder rein will, muss einen 3G-Nachweis erbringen, also geimpft, genesen oder getestet sein.

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Gmunden hat Inzidenz von 554

Obwohl diese Inzidenz an mehr als sieben aufeinanderfolgenden Tagen über 400 lag, gibt es in Braunau noch keine Maßnahmen. Und das hat mit der Belegung der Intensivbetten zu tun. Es müssen mindestens 34 Intensivstation-Betten mit Corona-Patienten belegt sein, damit in Braunau Maßnahmen ergriffen werden. Aktuell sind es 32.

Allerdings: Selbst wenn die 34 überschritten werden, gibt es einen Bezirk in Oberösterreich, der zwar aktuell eine höhere Inzidenz als Braunau hat, aber selbst dann nicht von Aus- und Einreisekontrollen bedroht ist: nämlich Gmunden.

Dort liegt die 7-Tages-Inzidenz aktuell bei 554 – das ist momentan die höchste in ganz Oberösterreich. Mit ein Grund dafür: ein Cluster nach einer Politik-Podiumsdiskussion vor der Bürgermeister-Stichwahl. 65 Fälle seien danach registriert worden – bei Teilnehmern und in deren Umfeld.

Aber warum ist Gmunden jetzt nicht gefährdet, dass es auch dort schon bald Ein- und Ausreisekontrollen gibt? Wegen der Impfquote dort. Die liegt nämlich bei über 60 Prozent (im Bez. Braunau bei nur 52 Prozent). Und das hat zur Folge, dass in Gmunden die 7-Tages-Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen bei über 600 liegen müssten, damit es von Maßnahmen bedroht ist – aber auch erst dann, wenn die Intensivbetten-Belegung über 34 liegt.

OÖ steht auf Corona-Ampel auf Rot

Aktuell liegt die Oberösterreich-Inzidenz übrigens bei 345, von Samstag auf Sonntag gab es bei uns 766 neue Corona-Fälle. Momentan sind knapp 7.000 Oberösterreicher infiziert, 177 liegen auf Normalstationen im Krankenhaus, 32 auf Intensivstationen. Das ist auch der Grund, warum Oberösterreich bei der Corona-Ampel inzwischen wieder auf Rot steht.

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