Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat am Samstag Spekulationen über den Gesundheitszustand des neuen obersten Führers Modschtaba Chamenei zurückgewiesen. "Es gibt kein Problem mit dem neuen obersten Führer", sagte er dem US-Sender MS Now.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag erklärt, Chamenei sei "verletzt und wahrscheinlich entstellt". Der 56-Jährige soll bei einem Luftangriff auf Teheran am ersten Tag des Iran-Krieges am 28. Februar verletzt worden sein.
Bei dem Angriff wurde sein Vater Ayatollah Ali Chamenei getötet. Modschtaba Chamenei wurde daraufhin am 8. März als Nachfolger seines Vaters zum politischen und geistlichen Oberhaupt des Iran ernannt.
Seine erste Botschaft nach der Ernennung verlas der neue oberste Führer nicht selbst. Stattdessen wurde sie von einer Journalistin im Staatsfernsehen vorgetragen. Dass sich Chamenei nicht öffentlich äußerte, löste Spekulationen über seinen Verbleib aus.
Die USA haben eine Belohnung von bis zu zehn Millionen Dollar - umgerechnet rund 8,7 Millionen Euro - für Hinweise über den Aufenthaltsort Chameneis oder anderer hochrangiger Verantwortlicher im Iran ausgesetzt.