Die aktuelle Internetsperre im Iran ist jetzt die längste in der Geschichte der Islamischen Republik. Das hat die Organisation Netblocks ermittelt, die solche Internetsperren weltweit analysiert.
Ein Ende ist angesichts des anhaltenden Krieges gegen Israel und die USA nicht absehbar. Die Blockade wurde am 28. Februar verhängt, als die beiden Länder begannen, Luftangriffe auf den Iran zu fliegen.
Wie heise.de berichtet, wurde dabei unter anderem der damalige Oberste Führer Ali Chamenei getötet. Sein Sohn wurde inzwischen als Nachfolger installiert. Mit der Internetsperre will das Regime auch Proteste im Keim ersticken.
Die Internetsperre und der Krieg haben den Onlinehandel im Land nahezu zum Erliegen gebracht. Landesweit sind Hunderttausende Unternehmen betroffen.
Die rund 90 Millionen Einwohner haben nur noch Zugriff auf ein stark eingeschränktes nationales Netz. Für die Vermarktung von Produkten sind Händler aber auf Apps wie Instagram angewiesen.
"Ich weiß nicht mehr, auf wen ich noch fluchen soll", zitiert die dpa einen 33-jährigen Inhaber eines Computergeschäfts. Notebooks und Handys könne sich niemand mehr leisten.