Die strategisch wichtige Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist wieder passierbar – zumindest für die meisten Länder. Irans Außenminister Abbas Aragtschi erklärte, dass Schiffe die Straße von Hormus mit Genehmigung der iranischen Streitkräfte durchqueren dürfen.
Doch es gibt zwei Ausnahmen: Frachter, an denen die USA oder Israel beteiligt sind, dürfen die Meerenge weiterhin nicht passieren. Die Straße sei nur geschlossen für "die Feinde der Islamischen Republik und ihre Unterstützer", so Aragtschi.
Wie n-tv.de berichtet, haben bereits mehrere Tanker die Meerenge passiert. Gleichzeitig liegen noch immer Hunderte Frachter in dem Gebiet vor Anker. Staaten, die nicht am Krieg beteiligt sind, seien bereits in der Lage gewesen, ihre Schiffe mit Zustimmung der iranischen Streitkräfte durchzuleiten, hieß es aus dem Außenministerium.
US-Präsident Donald Trump erhöht derweil den Druck auf seine Verbündeten. Er erwartet Unterstützung von Ländern, die ihr Öl über die Straße von Hormus beziehen - das betrifft sowohl NATO-Partner als auch asiatische Staaten. In einem Interview mit der "Financial Times" sagte Trump auf die Frage, welche Hilfe er benötigen würde: "Was auch immer nötig ist."
Die Straße von Hormus gilt als eines der wichtigsten Nadelöhre für den weltweiten Ölhandel. Ein Großteil der globalen Ölexporte wird durch die Meerenge transportiert. Die Blockade hatte zuletzt die Ölpreise in die Höhe getrieben.