Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, ist laut iranischen Angaben erneut gesperrt worden. Die Revolutionsgarden (IRGC) begründen diesen Schritt mit den anhaltenden Angriffen Israels im Libanon.
Trotz eines kürzlich geschlossenen Abkommens zwischen den USA und dem Iran haben die IRGC die Meerenge blockiert. Laut einem veröffentlichten Dokument der maritimen Sicherheitsbehörde der Revolutionsgarden sowie Funksprüchen an Schiffe bleibt die Durchfahrt gesperrt, bis bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
Wie t-online berichtet, verlangen die iranischen Behörden das Ende der israelischen Angriffe im Libanon sowie die vollständige Aufhebung der US-Seeblockade gegen den Iran. Schiffe in der Region wurden angewiesen, die Meerenge zu meiden.
Analysten zitieren die Warnung: „Jedes Schiff, das sich dieser Anordnung widersetzt, wird angegriffen.“
Laut dem unabhängigen Journalisten Ilia Hashemi sollen zudem kleine Kanonenboote der IRGC Warnschüsse auf Schiffe nahe der Meerenge abgegeben haben. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben derzeit nicht.
Daten von Marinetraffic zeigen allerdings, dass sich zahlreiche Schiffe in der Nähe der Straße von Hormus kaum noch bewegen. Dies deutet darauf hin, dass der Verkehr in dieser wichtigen Wasserstraße nahezu zum Erliegen gekommen ist.