Im Süden des Libanon dauern die Gefechte zwischen israelischen Streitkräften und der Hisbollah an, obwohl beide Seiten laut US-Präsident Donald Trump einem von den USA vorgeschlagenen Teil-Waffenstillstand zugestimmt haben. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Hisbollah Angriffe auf Israel einstellt und Israel im Gegenzug keine Angriffe auf die libanesische Hauptstadt Beirut durchführt.
Trotz der Vereinbarung kam es in der Nacht von Montag auf Dienstag zu weiteren Gewalttaten. Die Hisbollah meldete Angriffe auf israelische Panzer in den südlibanesischen Orten Haddatha und Bayada, während das israelische Militär von abgefangenen Projektilen berichtete, die aus dem Libanon abgefeuert wurden. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.
Zudem wurden bei einem israelischen Angriff auf die Stadt Tyros ein Spital beschädigt und ein benachbartes Gebäude zerstört. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete heftige Explosionen im Süden des Landes. Irans Außenminister Abbas Araghchi warnte, dass ein Bruch des Waffenstillstands im Libanon auch die US-Iran-Vereinbarung gefährden könnte.
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen weiter zu. Laut Berichten iranischer Medien könnten indirekte Verhandlungen zwischen Teheran und Washington ausgesetzt werden. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete zudem, dass der Iran und seine Verbündeten andere Fronten, wie die Bab-al-Mandab-Meerenge am Roten Meer, aktivieren könnten.
US-Präsident Trump erklärte, er habe mit Israels Premier Benjamin Netanjahu und Vertretern der Hisbollah gesprochen. Beide Seiten hätten zugesichert, dass die Kampfhandlungen eingestellt werden. Dennoch bekräftigte Netanjahu, dass Israel Angriffe auf Beirut fortsetzen werde, falls die Hisbollah weiter israelische Städte und Zivilisten attackiere.
Seit Beginn des Konflikts sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 3.433 Menschen im Libanon getötet worden. Israel meldete 25 gefallene Soldaten und vier zivile Todesopfer auf beiden Seiten der Grenze.
Obwohl US-Präsident Trump zuletzt mehrfach betonte, dass die Gespräche mit dem Iran auf einem guten Weg seien, gibt es bislang keine offizielle Einigung. Die Lage in der Region bleibt weiterhin angespannt.