Heikles Treffen in China

"Konflikt" droht – Xi mit klarer Ansage an Trump

Beim Treffen zwischen Trump und Xi ging es auch um Taiwan. Chinas Staatschef warnte die USA dabei vor einem möglichen "Konflikt".
Newsdesk Heute
14.05.2026, 09:30
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Mit deutlichen Worten zu Taiwan und neuen Versprechen an die Wirtschaft ist das Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping in Peking zu Ende gegangen. Mehr als zwei Stunden lang sprachen die beiden Staatschefs auch über internationale Krisen und die angespannten Beziehungen zwischen den USA und China.

Wie ein Vertreter des Weißen Hauses mitteilte, dauerte das Gespräch zwischen dem US-Präsidenten und Chinas Staatschef am Donnerstag länger als zwei Stunden. Dabei seien auch heikle Themen wie Taiwan zur Sprache gekommen.

Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums sprachen Trump und Xi zudem über weitere "wichtige internationale und regionale Fragen". Genannt wurden dabei unter anderem "die Lage im Nahen Osten, die Ukraine-Krise und die koreanische Halbinsel".

Im Anschluss besuchten die beiden Präsidenten gemeinsam den historischen Himmelstempel in Peking. Die UNESCO-Welterbestätte wurde einst von den Kaisern der Ming- und Qing-Dynastien genutzt. Vor Journalisten sagte Trump dort: "China ist wunderschön."

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"Bessere Aussichten" für US-Wirtschaft

Xi Jinping nutzte den Besuch auch für Signale an die US-Wirtschaft. Vor einer Delegation amerikanischer Unternehmer erklärte Chinas Staatschef laut staatlichen Medien: "Chinas Türen zur Außenwelt werden sich immer weiter öffnen". Für US-Unternehmen gebe es in China "noch bessere Aussichten".

Mit Trump nach Peking gereist waren unter anderem Nvidia-Chef Jensen Huang sowie Tech-Milliardär Elon Musk, dem Tesla und SpaceX gehören.

Verschärfter Ton bei Taiwan-Frage

Bereits zuvor hatte Xi für stabile Beziehungen zwischen Washington und Peking geworben. Die USA und China sollten "Partner und keine Rivalen" sein. "Zusammenarbeit nützt beiden Seiten, Konfrontation hingegen schadet beiden", sagte der chinesische Präsident.

Gleichzeitig verschärfte Xi beim Thema Taiwan den Ton. Laut dem chinesischen Staatssender CCTV erklärte er: "Die Taiwan-Frage ist das wichtigste Thema in den Beziehungen zwischen China und den USA". Sollte dieses Thema "falsch gehandhabt" werden, könnten beide Staaten "aneinander geraten oder sogar in einen Konflikt geraten".

Dies könne die "gesamten" Beziehungen zwischen China und den USA in eine "hochgefährliche Lage" bringen, warnte Xi weiter.

China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und schließt eine gewaltsame Wiedervereinigung mit dem Festland nicht aus. Die USA erkennen Taiwan zwar diplomatisch nicht offiziell an, gelten aber als wichtigster militärischer Unterstützer der Insel.

Xi erklärte außerdem, er sei "glücklich", Trump in Peking zu empfangen. Die Welt befinde sich derzeit "an einem neuen Scheideweg".

Trump war bereits am Mittwoch in der chinesischen Hauptstadt angekommen. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast zehn Jahren. Für Donnerstagabend war ein Staatsbankett geplant. Am Freitag stehen noch eine Teezeremonie mit Xi Jinping sowie ein Arbeitsessen auf dem Programm, bevor Trump seine Heimreise antreten soll.

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