Geständnis in Kalifornien

US-Bürgermeisterin spionierte für China

Die 58-jährige Bürgermeisterin einer kalifornischen Kleinstadt ist zurückgetreten. Sie gestand, als Agentin für Peking gearbeitet zu haben.
Newsdesk Heute
13.05.2026, 08:20
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Die Bürgermeisterin der Stadt Arcadia im US-Bundesstaat Kalifornien ist zurückgetreten, nachdem schwere Spionagevorwürfe gegen sie erhoben wurden. Das US-Justizministerium hat bekannt gegeben, dass Eileen Wang als illegale ausländische Agentin Chinas angeklagt wurde.

Die 58-Jährige war im November 2022 in den fünfköpfigen Stadtrat der Kleinstadt gewählt worden, die etwa 20 Kilometer nordöstlich von Los Angeles liegt. Das Bürgermeisteramt wird dort turnusmäßig unter den Ratsmitgliedern weitergegeben.

Wie NTV berichtet, gab Wang zu, als illegale Agentin für China gearbeitet zu haben. Gemeinsam mit ihrem damaligen Verlobten betrieb sie demnach eine Website, auf der sie im Auftrag der chinesischen Regierung Propaganda verbreitete.

Bis zu zehn Jahre Haft drohen

Das Paar lieferte seinen Auftraggebern regelmäßig Berichte mit Screenshots, die zeigten, wie viele Menschen die Beiträge angesehen hatten. In einem Fall wurde Wang angewiesen, einen von einem chinesischen Beamten verfassten Aufsatz in der Los Angeles Times zu veröffentlichen. Darin wurden Vorwürfe von Völkermord und Zwangsarbeit geleugnet.

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Wang gab zu, zwischen 2020 und 2022 mit China zusammengearbeitet zu haben. Ihr droht eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Ihr früherer Verlobter wurde bereits 2024 angeklagt und im Februar wegen seiner Tätigkeit als verdeckter Agent zu vier Jahren Haft verurteilt.

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