Dicke Luft im Vorfeld eines Staatsbesuchs des iranischen Präsidenten Hassan Rohani in Paris. Ein Abendessen wurde von den französischen Gastgebern abgesagt, weil die iranische Delegation auf striktes Alkoholverbot bestanden hatte.
Der Staatsbesuch von Irans Präsident Hassan Rohani in Frankreich gestaltete sich im Vorfeld unerwartet konfliktreich. Ein gemeinsames Essen der iranischen Delegation mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft werden wahrscheinlich nicht stattfinden, hieß es aus Wirtschaftskreisen.
Der Grund: Die iranische Delegation bestand darauf, dass die gereichten Speisen "halal" sind, also den islamischen Speisevorschriften entsprechen, und dass bei dem gemeinsamen Mahl striktes Alkoholverbot herrsche.
Essen ohne Wein unvorstellbar
Der letztgenannte Wunsch stieß die Franzosen, die sehr stolz auf ihre Weinkultur sind, offenbar vor den Kopf. Das gemeinsame Essen wurde kurzerhand abgesagt. Um die Situation doch noch zu retten, bot der Élysée-Palast an, sich stattdessen zum Frühstück zusammenzusetzen. Das habe Rohani wiederum abgelehnt, da es ihm zu "billig" sei, an.