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Irans Regime provoziert erneut

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:35

Der Iran hat am Samstag im Rahmen eines Seemanövers Langstreckenraketen abgeschossen. "Der Iran hat im Persischen Golf unter anderem Langstreckenraketen getestet", berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars am Samstag. Das Land hatte mit der Schließung der weltweit wichtigsten Ölhandelsroute gedroht, falls der Westen im Streit um das Atomprogramm des Iran wie angekündigt die iranischen Ölexporte mit Sanktionen belegt. Durch die Straße von Hormuz (Hormus) flossen 2009 etwa ein Drittel des weltweit über das Meer transportierten Öls.

Der Iran hat am Samstag im Rahmen eines Seemanövers Langstreckenraketen abgeschossen. "Der Iran hat im Persischen Golf unter anderem Langstreckenraketen getestet", berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars am Samstag. Das Land hatte mit der Schließung der weltweit wichtigsten Ölhandelsroute gedroht, falls der Westen im Streit um das Atomprogramm des Iran wie angekündigt die iranischen Ölexporte mit Sanktionen belegt. Durch die Straße von Hormuz (Hormus) flossen 2009 etwa ein Drittel des weltweit über das Meer transportierten Öls.

Das Seemanöver des Iran dauerte zehn Tage und sollte mit den Raketentests abgeschlossen werden. Damit sollte der Drohung, die Ölhandelsroute zu schließen, Nachdruck verliehen werden. Den Medien des Landes zufolge unterschied sich dieses Manöver von früheren. So hätten sich die Aktionen über ein größeres Gebiet erstreckt. Auch die militärische Ausrüstung und Taktik seien anders. Der stellvertretende Marine-Befehlshaber Admiral Mahmoud Moussavi hatte am Freitag gegenüber Fars erklärt: "Der letzte Teil der Übung soll die Marine darauf vorbereiten, dem Feind in einer Kriegssituation entgegenzutreten."

Im TV dementiert
Die angeblichen Raketentests des Iran im Persischen Golf sorgten am Samstag für Verwirrung. Erste Agenturmeldungen über den probeweisen Abschuss von Langstreckenraketen wurden später im iranischen Fernsehen dementiert. Die Test würden sich verzögern. Der stellvertretende Marine-Befehlshaber Admiral Mahmoud Moussavi sagte dem englischsprachigen Sender Press TV am Samstag: "Der Test von Raketen wird in den nächsten Tagen erfolgen." Es sei der Abschuss von verschiedenen Raketentypen geplant.

Bedrohung für Israel und US-Basen
Die Raketen können sowohl Israel als auch die wichtigen US-Stützpunkte in der Golf-Region und Afghanistan bedrohen. Das Großmanöver im Seegebiet hatte am vergangenen Wochenende begonnen und dauert bis Montag. Die USA haben den Iran mit deutlichen Worten vor einer Blockade der Straße von Hormuz gewarnt und schließen in dem sich zuspitzenden Konflikt auch militärische Mittel grundsätzlich nicht aus.

US-Milliardendeal mit Saudi Arabien
Am Donnerstag hatten die USA bekanntgegeben, zur Wahrung der Sicherheit am Golf ihrem langjährigen Verbündeten Saudi-Arabien Kampfflugzeuge und andere Waffen im Wert von knapp 30 Milliarden Dollar (23,2 Mrd. Euro) zu verkaufen. Der Iran sei eindeutig eine der Bedrohungen, der Saudi-Arabien und andere Länder der Region ausgesetzt seien - auch wenn der Verkauf nicht allein gegen den Iran ziele, erklärte die Regierung in Washington.

Streit um Atomprogramm
Der Konflikt zwischen dem Westen und dem Iran hat sich verschärft, nachdem sich nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) der Verdacht erhärtet hat, dass das Land nach Atomwaffen strebt. Die Islamische Republik weist dies zurück. Die Europäische Union will Ende Jänner neue Strafmaßnahmen gegen den Iran verhängen.

Iran will wieder an den Verhandlungstisch
Offenbar ist der Iran zu weiteren Gesprächen mit der sogenannten Sechsergruppe bereit. Chefunterhändler Said Jalili wolle sich in einem Brief an die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton dazu bereiterklären, sagte der iranische Botschafter in Deutschland, Alireza Scheich Attar, am Samstag der halbamtlichen Nachrichtenagentur Mehr. Zu der Sechsergruppe gehören die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland.

Der Ölpreis werde sich im Fall von neuen Sanktionen dramatisch verteuern, sagte der iranische Ölminister Rostam Kasemi der Wochenzeitung Aseman. "Der Ölpreis wird mindestens auf über 200 Dollar pro Fass steigen." Ein Fass (159 Liter) der Sorte Brent kostet derzeit rund 107 Dollar.
APA/red.

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