Von außen wirkte beim Eurovision Song Contest alles glamourös, glitzernd und perfekt durchgetaktet. Hinter den Kulissen dürfte die Situation allerdings deutlich stressiger gewesen sein.
Moderator Michael Ostrowski spricht nun offen darüber, wie intensiv die Wochen rund um den ESC wirklich waren. Besonders das enge Korsett der Show habe ihn gefordert.
"Ich habe von Anfang an nach einer Haltung gesucht, wie ich diese Shows gut machen kann. So, dass ich mir treu bleibe, aber trotzdem in dem eng gesteckten Korsett möglichst locker agieren kann", erklärt der 53-Jährige.
Gerade deshalb hätten ihm die beiden Halbfinale besonders viel Spaß gemacht. Dort konnten sich Ostrowski und Victoria Swarovski mit eigenen Showeinlagen kreativer austoben – etwa bei den skurrilen Interval-Acts rund um Australien und Österreich.
Gleichzeitig macht Ostrowski aber auch klar: Beim ESC entscheidet nicht einfach der Moderator alleine. "Der ESC ist auch nicht meine Personality-Show", sagt er. Regie, Autoren, Showrunner und die EBU würden ständig mitreden.
Für den Schauspieler war das Mega-Event deshalb vor allem Teamarbeit. "Ich habe ein sehr lässiges, hoch motiviertes Team kennengelernt, und wir haben gut zusammengearbeitet, um diesen Irrsinn zu stemmen", erzählt er.
Dass ihn der ESC trotzdem nachhaltig beeindruckt hat, merkt man deutlich. Ostrowski spricht von einem "überaus spannenden Abenteuer" und vergleicht die Song-Contest-Bühne sogar mit seinen bisherigen Projekten zwischen Theater, TV und Kleinkunst.
Und eines kündigt er bereits jetzt an: Sollte es irgendwann nochmal zu einem ESC-Einsatz kommen, würde er vieles anders machen. "Damit’s nicht fad wird", meint er grinsend.