IS laut Polizei für Anschlag auf Demo in Ankara vera...

Nach dem blutigen Anschlag auf eine Friedenskundgebung in Ankara mit weit über 100 Toten und mehr als 500 Verletzten führt die Spur laut Ermittlern zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Zu dem Attentat hat sich noch niemand bekannt. Laut türkischen Medien soll es sich bei einem der beiden Selbstmordattentäter um den Bruder des Attentäters von Suruc handeln.

Nach dem blutigen Anschlag auf eine Friedenskundgebung in Ankara mit weit über 100 Toten und mehr als 500 Verletzten führt die Spur laut Ermittlern handeln.

Bei dem blutigsten Anschlag der jüngeren türkischen Geschichte kamen bei einer Friedenskundgebung am Samstag mindestens 95, laut Angaben der Oppositionspartei sogar 122 Menschen ums Leben. Bekannt hat sich zu dem Selbstmordanschlag bisher niemand, die Fährte führt aber zur Terrororganisation "Islamischer Staat".

Laut der regierungsnahen Zeitung "Yeni Safak" soll es sich bei einem der Täter um einen 25- bis 30-jährigen Mann gehandelt haben, wie die Untersuchung von Leichen am Anschlagsort ergeben habe. Der andere soll der Bruder eines früheren Attentäters gewesen sein, berichtet die türlische "Habertürk". Die beiden hatten sich der IS-Terrormiliz in Syrien angeschlossen.

Demo gegen Attentat in Istanbul

Der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu vermutete als Drahtzieher "den IS oder die PKK". Die Friedenskundgebung, die Ziel des Anschlages war, wurde vor allem von Gewerkschaften, linken Gruppen und vielen Kurden besucht. Bereits am Samstag haben in Istanbul kurze Zeit nach dem blutigen Attentat tausende Menschen gegen die Bluttat und die Regierung, die in ihren Augen mitverantwortlich ist, demonstriert.

In der überwiegend kurdischen Stadt Diyarbakir im Süden der Türkei veranstalteten unzählige Menschen einen stillen Protest gegen die anhaltende Gewalt.


— Damon Kinmond (@Kinninmonth)

Die kurdische PKK hat nach dem Anschlag eine einseitige Waffenruhe bis zu den Wahlen am 1. November erklärt. Die türkische Luftwaffe hat ihre Bombenangriffe auf die PKK allerdings unvermindert fortgeführt. Der Anschlag ist der dritte seiner Art auf eine (pro)kurdische Veranstaltung seit dem Juni diesen Jahres.

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