Der Iran-Krieg läuft seit Wochen auf Hochtouren. Doch die US-Regierung sucht händeringend nach einem Ausweg aus dem Konflikt. Israel rechnet daher mit einem baldigen Ende der Kampfhandlungen.
Diese Einschätzung soll laut Medienberichten dazu geführt haben, dass Jerusalem seine Luftangriffstaktik ändert. Statt eines Regimewechsels in Teheran stehe nun die langfristige Schwächung der iranischen Militärkapazitäten im Fokus.
Wie n-tv.de unter Berufung auf das "Wall Street Journal" berichtet, seien seit dem 28. Februar bereits 18.000 Ziele von den USA und Israel attackiert worden. Flughäfen, Häfen, Rüstungsfabriken und Atomprogramm-Standorte wurden beschossen. Einige Ziele würden nun erneut unter Feuer genommen, um den Schaden zu vergrößern.
US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach beteuert, dass fast alle Ziele erreicht seien und es nur noch eines Deals mit Teheran bedürfe. Doch die iranische Führung zeigt sich unbeugsam. Verhandlungen seien das "Eingeständnis einer Niederlage", ließ Außenminister Abbas Araqchi verlauten.
Die Situation bleibt angespannt: Das Pentagon ordnete die Verlegung tausender weiterer US-Soldaten in die Region an. Gleichzeitig warnen Experten, dass der Iran trotz der massiven Angriffe keinen Einschränkungen seines Atomprogramms oder seiner Raketenarsenale zugestimmt habe.
"Fast jede mir bekannte Fabrik des militärisch-industriellen Komplexes wurde getroffen, die meisten davon mindestens zweimal", zitiert das Wall Street Journal einen Iran-Experten. Israel würde die Angriffe bereits jetzt als Erfolg betrachten, selbst wenn sie heute enden sollten.