Um seine Luftangriffe gegen den Iran zu unterstützen, haben israelische Spezialeinheiten einen geheimen Militärstützpunkt in der irakischen Wüste errichtet. Die Anlage diente als logistischer Knotenpunkt für die israelische Luftwaffe.
Der Stützpunkt wurde kurz vor Kriegsbeginn mit Wissen der USA aufgebaut. Dort waren Such- und Rettungsteams für den Fall stationiert, dass israelische Piloten abgeschossen würden. Das sei jedoch nicht notwendig geworden.
Wie n-tv.de unter Berufung auf einen Bericht des "Wall Street Journal" berichtet, wäre die israelische Basis Anfang März beinahe von Schäfern entdeckt worden. Örtliche Hirten meldeten ungewöhnliche militärische Aktivitäten wie Hubschrauberflüge in der Gegend.
Das irakische Militär schickte daraufhin Truppen zur Untersuchung. Israel hielt diese mit Luftangriffen in Schach, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet. Bei dem Angriff kam ein irakischer Soldat ums Leben.
Der Irak hatte damals bei den Vereinten Nationen eine Beschwerde eingereicht und die Attacke zunächst den USA zugeschrieben. Diese seien jedoch nicht an dem Angriff beteiligt gewesen.
"Es ist normal, dass man vor Operationen die Lage erkundet und solche Standorte einrichtet", erklärte der Forschungsleiter der strategischen Beratungsfirma Horizon Engage, Michael Knights. Die westliche Wüstenregion des Irak sei weitläufig und dünn besiedelt, was sie zu einem idealen Standort für temporäre Außenposten mache.
Auch US-Spezialeinheiten nutzten dieses Gebiet bereits im Rahmen von Operationen gegen Saddam Hussein in den Jahren 1991 und 2003. Die israelische Armee wollte den Bericht nicht kommentieren.