15.000 Mann unterwegs

USA bereiten Bodenoffensive im Iran vor

Sollte sich der Iran den Wünschen von US-Präsident Trump weiterhin nicht beugen, stehen in Kürze 15.000 Mann für begrenzte Bodenoperationen bereit.
Nick Wolfinger
29.03.2026, 12:02
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Brisante Enthüllung aus den USA: Das Pentagon hat offenbar bereits weit fortgeschrittene Pläne für militärische Einsätze am Boden im Iran ausgearbeitet. Wie die "Washington Post" berichtet, sollen Spezialeinheiten und reguläre Truppen gezielt eingesetzt werden – vor allem auf der strategisch wichtigen Insel Charg sowie an Küsten nahe der Straße von Hormus.

US-Präsident Donald Trump hat den Einsatz von Bodentruppen bisher noch nicht abgesegnet. Außenminister Marco Rubio stellte klar, dass solche Einsätze aus Sicht der Regierung derzeit nicht notwendig seien, um die militärischen Ziele zu erreichen. Fakt ist: Die US-Regierung hat alle Optionen auf dem Tisch.

Öl-Drehkreuz im Visier

Ein großflächiger Einmarsch steht laut Bericht aber nicht zur Debatte. Vielmehr geht es um punktuelle Operationen an neuralgischen Punkten der iranischen Öl-Infrastruktur. Die Insel Charg spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie für den Export von Öl entscheidend ist.

Rund 90 Prozent des iranischen Öls wird mit Pipelines auf die dem Festland vorgelagerte Insel gepumpt und dort in riesigen Tanks zwischengelagert, bevor es auf Schiffe verladen wird. Dies ist deswegen nötig, da das Küstengewässer zu flach für die großen Öltanker wäre. Die Insel zählt darüber hinaus rund 10.000 Einwohner.

Rund 15.000 Mann werden verlegt

Axios und das Wall Street Journal berichteten in den letzten Tagen, dass die Regierung die Entsendung weiterer 10.000 Bodentruppen in den Nahen Osten erwägt, um die bereits dort stationierten Truppen zu verstärken.

Bereits zuvor meldete die New York Times (NYT), dass etwa 2.000 Soldaten der 3.000 Mann starken 82nd Airborne Divison der US Army, einer Fallschirmjägereinheit, aus North Carolina in den Nahen Osten verlegt werden. Weitere 2.500 Mann der 31. Expeditionseinheit der US Marines sollten ebenfalls bereits diese Woche in der Region eingetroffen sein, so die NYT.

Lage bleibt angespannt

Dennoch zeigt sich: Die Vorbereitungen laufen längst. "Das ist keine Planung in letzter Minute", wird ein US-Beamter zitiert. In den vergangenen Wochen hatten US-Medien bereits über mögliche Einsätze spekuliert.

Der Konflikt selbst eskalierte Ende Februar, als die USA und Israel Luftangriffe auf iranische Ziele starteten. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie Ziele in der Golfregion. Ob es tatsächlich zu Bodeneinsätzen kommt, ist offen - die militärische Lage bleibt jedenfalls hochbrisant.

{title && {title} } NW, {title && {title} } 29.03.2026, 12:02
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