Mitten im andauernden Iran-Krieg sorgt US-Präsident Donald Trump erneut für Aufsehen. Bei einem Spendendinner des National Republican Congressional Committee erklärte er, dass der Iran sehr wohl verhandele, sich aber nicht traue, das öffentlich zuzugeben.
"Wir wollen unbedingt eine Einigung", betonte Trump und stellte erneut eine mögliche Vereinbarung mit dem iranischen Regime in Aussicht. Den oppositionellen Demokraten warf er vor, von den "enormen Erfolgen" der Militäroperation ablenken zu wollen.
Laut n-tv.de bestreitet der iranische Außenminister Abbas Araghtschi Verhandlungen jedoch vehement. "Wir haben nicht die Absicht zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden", sagte er im iranischen Staatsfernsehen.
Araghtschi betonte, dass über Verhandlungen zu sprechen ein "Eingeständnis der Niederlage" sei. Der Iran wolle den seit Ende Februar andauernden Krieg "zu den eigenen Bedingungen beenden", so der Außenminister weiter.
Interessant ist auch Trumps Wortwahl: Er spricht bewusst von "Militäroperation" statt von "Krieg". Der Grund: Für einen offiziellen Krieg müsste er die Zustimmung des US-Kongresses einholen, was die Demokraten fordern.
Bei seinen Bemühungen um eine Lösung im Iran-Krieg hat UN-Generalsekretär António Guterres mittlerweile einen Sondergesandten für den Konflikt ernannt. Der Franzose Jean Arnault soll die Anstrengungen der Vereinten Nationen leiten.
Unterdessen gehen die Kampfhandlungen weiter. Die israelische Armee führte am Donnerstag eigenen Angaben zufolge großangelegte Angriffe in weiten Teilen des Iran durch. Medienberichten zufolge rechnet Israel mit einer baldigen Waffenruhe.