Facebook sperrt am Wahltag Netanyahus Profil

Für Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu geht es am Wahltag auch um Freiheit oder Haftstrafe.
Für Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu geht es am Wahltag auch um Freiheit oder Haftstrafe.Bild: EPA
Am Tag der israelischen Parlamentswahl hat Facebook den Chatbot auf dem Profil von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu zeitweise blockiert.
"Wir haben diesen Bot wegen der Verletzung von lokalen Gesetzen beschränkt, bis die Wahllokale heute Abend schließen", sagte eine Facebook-Sprecherin zunächst am Dienstagnachmittag. Hintergrund sei das verbotene Versenden von Wahlumfragen am Wahltag, berichteten israelische Medien. 6,4 Millionen Wahlberechtigte sind heute aufgerufen, die Zukunft ihres Landes zu entscheiden. Netanyahu selbst, der um seine Wiederwahl als Ministerpräsident und seine Freiheit fürchtet ("Heute.at" hat berichtet), spielte den Vorfall runter und meinte: "Da hat wohl irgendjemand eine kleine Umfrage auf Facebook veröffentlicht."

Einige Zeit später entschied Richter Hanan Melcer vom zentralen Wahlausschuss, der Bot - ein automatisiertes Programm, welches in bestimmten eingestellten Zeitabständen Inhalte für die jeweilige Seite oder Nutzer veröffentlicht - dürfe weiterarbeiten. Es sei allerdings der Likud-Partei verboten, über ihn Wahlumfragen zu veröffentlichen.

Für Netanyahu geht es heute auch um Freiheit oder Haftstrafe



Netanyahu hatte die Sperrung des Bots scharf kritisiert und gesagt, er hoffe, ein Richter werde diese aufheben. Eine Sprecherin von Netanyahu hatte sich zunächst nicht dazu geäußert.

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