Nahost-Konflikt

Israel rechtfertigt das Vorgehen im Gazastreifen

Aus Sicht des israelischen Ministerpräsidenten rechtfertigt die Zahl der Hamas-Geiseln Israels massives militärisches Vorgehen im Gazastreifen.

Newsdesk Heute
Israel rechtfertigt das Vorgehen im Gazastreifen
Die beiden Ziele, die Hamas zu besiegen und die Leben der Geiseln zu retten, schlössen sich nicht gegenseitig aus, sagte Netanjahu.
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Auf die Frage, wie viele Geiseln nach Benjamin Netanjahus Kenntnisstand noch am Leben sind, antwortete dieser am Sonntag in einem Interview mit dem US-Sender ABC News: "Ich denke genug, um unsere Anstrengungen zu rechtfertigen, die wir unternehmen." Israel gebe sein Bestes, um alle lebenden Geiseln zurückzuholen, sagte Netanjahu, "und offen gestanden auch die Leichen". Darauf werde er aber nicht näher eingehen.

Die beiden Ziele, die Hamas zu besiegen und die Leben der Geiseln zu retten, schlössen sich nicht gegenseitig aus, sagte Netanjahu. Militärischer Druck habe dazu geführt, dass bereits 110 Geiseln hätten befreit werden können. "Es erfordert Druck. Der Druck hat gewirkt. Und der Druck wird wieder wirken."

Israels Vorgehen stößt auf immer mehr Kritik

Derzeit befinden sich noch 136 Menschen in der Gewalt der Hamas im Gazastreifen, von denen aber nach israelischen Militärangaben mindestens rund 30 nicht mehr am Leben sein dürften. Die Zahl der Getöteten könnte nach Medienberichten aber inzwischen auch schon bei 50 liegen. Israel erklärt offiziell nur die für tot, für deren Tod es über gesicherte Erkenntnisse verfügt – in dem Fall verständigt es dann die Familien.

Viele Angehörige werfen Netanjahu vor, die von internationalen Vermittlern geführten Verhandlungen zu torpedieren, die zu einer Waffenruhe im Krieg mit der Hamas und zu einem Austausch der Geiseln gegen palästinensische Häftlinge führen sollen.

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    Auf den Punkt gebracht

    • Israel rechtfertigt sein massives militärisches Vorgehen im Gazastreifen damit, dass die Zahl der Hamas-Geiseln ihre Anstrengungen rechtfertigt, während Netanjahu erklärt, dass militärischer Druck dazu geführt hat, dass bereits 110 Geiseln befreit werden konnten
    • Kritik an Israels Vorgehen wächst, da die Aktionen das Leben von Binnenflüchtlingen gefährden und die Verhandlungen zu einer Waffenruhe und Geiselbefreiung beeinträchtigen
    red
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