Bei dem Einsatz seien zwei israelische Soldaten getötet worden, teilten die Streitkräfte am Dienstag mit. Bei den Todesopfern handelte es sich um eine 27 Jahre alte Frau, die während eines Musikfestivals in der Nähe des Kibbuz Reim verschleppt worden war, und einen 36-jährigen Soldaten, der in der Nähe der Grenze zum Gazastreifen diente. Der Soldat wurde während des Terroranschlags der Hamas am 7. Oktober getötet, und seine Leiche wurde in den Gazastreifen gebracht.
Die Frau wurde an dem Tag verletzt. Es war nicht klar, ob sie noch lebte, als sie in den Gazastreifen verschleppt wurde, wie der israelische Fernsehsender Kanal 12 berichtete. Bei dem Einsatz zur Bergung der Leichen wurden zwei Soldaten getötet. Einer der Getöteten war der Sohn des früheren Generalstabschefs der Streitkräfte, Gadi Eisenkot, der dem israelischen Kriegskabinett angehört.
Ein Chirurg ist durch Schüsse von außerhalb eines Spitals im nördlichen Gazastreifen verletzt worden. Das teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mit. Das Al-Auda-Spital sei von israelischen Streitkräften umzingelt. Die Schüsse seien am Montag gefallen. Seit Ausbruch des Gaza-Kriegs seien fünf Mitarbeiter des Spitals getötet worden, während sie sich um Patienten gekümmert hätten, darunter auch zwei Mediziner von Ärzte ohne Grenzen. Das israelische Militär reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.
Trotz israelischer Evakuierungsaufrufe und schwerer Luftangriffe befinden sich noch immer Zehntausende Palästinenser im nördlichen Teil des Gazastreifens. Nur wenige humanitäre Hilfslieferungen werden in das Gebiet vorgelassen. Das Gesundheitssystem ist fast vollständig zusammengebrochen.
Angesichts der Kapitulation zahlreicher Hamas-Kämpfer im Gazastreifen gehen das israelische Militär und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet davon aus, dass der Kampfgeist der islamistischen Organisation bricht. "Wir üben grossen Druck aus. Ich denke, dass sie sich ergeben und mit erhobenen Händen herauskommen, zeigt, dass ihr Kampfgeist gebrochen ist. Das beschleunigt unsere Erfolge, schließlich wollen wir schnell vorankommen", sagte Generalstabschef Herzi Halevi am Montag bei einem Treffen mit dem Leiter des Schin Bet, Ronen Bar, in der Hamas-Hochburg Chan Junis. "Wir sichern unsere Geländegewinne im Norden und im Süden des Gazastreifens."
Zuletzt hatten sich nach israelischen Angaben immer mehr Hamas-Kämpfer ergeben. Zudem wurden bislang laut dem Nationalen Sicherheitsberater Zachi Hanegbi etwa 7.000 Hamas-Terroristen getötet.