ISS-Astronaut wirft Müll einfach ins Weltall

Schutzschild in freiem Flug: Nur auf den ersten Blick ein Skandal. (Video: Tamedia, NASA/Andrew Morgan)
Schutzschild in freiem Flug: Nur auf den ersten Blick ein Skandal. (Video: Tamedia, NASA/Andrew Morgan)
Weil ein Schutzschild nicht mehr gebraucht wird, wirft Astronaut Andrew Mortan ihn einfach ins All. Das ist der Grund.
Schon Kinder lernen: Was kaputt ist und nicht mehr repariert werden kann, gehört fachgerecht entsorgt und nicht in die Natur. Doch Astronaut Andrew Morgan hielt sich nicht daran und beförderte ein Schutzschild der ISS kurzerhand ins All.

Der Vertreter der US-Raumbehörde NASA war vergangene Woche mit seinem italienischen Kollegen Luca Parmitano zu einem der anspruchsvollsten Außeneinsätze in der Geschichte der ISS aufgebrochen. Während sechs Stunden und 39 Minuten reparierten die beiden das Massenspektrometer AMS, um ihm zu einer neuen Kühlung zu verhelfen.

Zu groß für die ISS

Der Einsatz sei vergleichbar mit einer Operation am offenen Herzen, sagte der deutsche Projektleiter Stefan Schael der Deutschen Presse-Agentur. So sei die Elektronik komplexer "als die ganze restliche Raumstation zusammen".

Um Zugang zur betreffenden Stelle zu bekommen, mussten Morgan und Parmitano ein Schutzschild entfernen, erklärte der Amerikaner auf Instagram. Doch es gab ein Problem: "Er war zu groß, um ihn an Bord zu nehmen. Deshalb haben wir ihn hinter der ISS "abgeworfen". Nun werde seine Umlaufbahn langsam immer enger werden, bis der Schild in der oberen Atmosphäre verglüht. Morgan betont, dass diese Art der Abfallentsorgung eine Ausnahme sei: "Zum Glück ist es etwas, was wir selten tun müssen!"

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Hast du knapp neun Stunden Zeit? Dann kannst du dir hier den kompletten Außeneinsatz ansehen. (Video: YouTube/NASA)

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