Ist Proteinbrot nun Dick- oder Schlankmacher?

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Eiweißbrot ist aus Regalen und Ernährungsblogs nicht mehr wegzudenken. Hit oder Hype?

Was Ernährung betrifft, ist die aktuelle Epoche besonders spannend. Der Hype um Proteine und Low-Carb hält an. Vielleicht ist es auch eine Phase der Umstellung. Etwas Altbekanntes möchte man dennoch nicht ganz aus seiner Grundnahrung streichen und ist daher bemüht, seine Inhaltsstoffe zu optimieren. Brot soll nun weniger Kohlenhydrate und dafür mehr Anteil an Proteinen haben, damit man es bei der Ernährungsanpassung weiter essen kann.

Für so ein Proteinbrot verwendet man aber häufig Sojamehl, Kichererbsenmehl und Nüsse, wie auch Ballaststoffe in Form von Kleie und Getreidefasern. Diese Inhaltsstoffe enthalten alle viel Protein und wenig Kohlenhydrate, haben aber den klaren Nachteil, schwer verdaulich zu sein. Besonders Mehle aus Hülsenfrüchten, etwa Kichererbsen. Die Kleie und Fasern können zu Blähungen und anderen Darmbeschwerden führen. Damit die Inhaltsstoffe zusammenhalten, braucht es ein Bindemittel wie Xanthan. Deswegen bestehen Proteinbrote meist aus einer langen Zutatenliste und sind mit Zusatzstoffen versehen.

Bei Rezepten können diese weggelassen werden, wenn stattdessen Eier als Bindemittel in Verwendung kommen. Der Fettgehalt des Brots steigt dann, sodass sie oft mehr Fett als Kipferl und Butterzopf enthalten. Das muss nicht unbedingt ein Vorteil sein.

Eine Alternativ-Empfehlung für ein Low-Carb-Brot wäre der Pumpernickel - dünne Scheiben, Vollkorn, keine Zusatzstoffe. Oder auch Vollkornbrot aus Sauerteig, das durch die Milchsäurebakterien auch dem Darm gut tut.

(20min)

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