Mit massivem Polizeiaufgebot sowie Gummigeschossen und Wasserwerfern ging die Polizei in Istanbul gegen einen Aufmarsch für die Rechte von Homosexuellen vor. Eine Schwulen-und-Lesben-Parade war im Vorfeld verboten worden. Daraufhin wurde die öffentliche Verlesung einer Erklärung angekündigt. Die Polizei griff hart durch.
Mit massivem Polizeiaufgebot sowie Gummigeschossen und Wasserwerfern ging die Polizei in Istanbul gegen einen vor. Eine Schwulen-und-Lesben-Parade war im Vorfeld verboten worden. Daraufhin wurde die öffentliche Verlesung einer Erklärung angekündigt. Die Polizei griff hart durch.
Während der weltweit ausgerufenen "Pride Week" war auch in der türkischen Metropole Istanbul ein Lesben-und-Schwulen-Umzug geplant. Die Parade wurde jedoch untersagt - wegen "Sicherheitsbedenken", so die Begründung des Gouverneurs. Die Organisatoren sagten den "Marsch des Stolzes" daraufhin ab und kündigten stattdessen an, eine Erklärung auf der zentral gelegenen Einkaufsmeile Istiklal Caddesi zu verlesen.
Um dies zu unterbinden, marschierte die Istanbuler Polizei in massiver Mannschaftsstärke und mit Wasserwerfer in der Einkaufsmeile auf. Auch zahlreiche Polizeibeamte in Zivil mischten sich unter die Passanten. Als sich mehrere Menschenrechtsaktivisten dort einfanden, wurden sie zum Teil festgenommen und zum Teil mit Gummigeschossen ins Visier genommen.
Grünen-Politiker Beck: "Polizei hat mich geschubst"
Auch der Grünen-Abgeordnete des deutschen Bundestages Volker Beck war dort und wurde vorübergehend festgenommen. Beck versuchte, die Festnahme eines Aktivisten zu verhindern. Daraufhin wurde der Politiker gemeinsam mit anderen Personen abgeführt. Er kam jedoch nach kurzer Zeit frei.
"Die Polizei hat mir meinen Pass entrissen und mich geschubst", berichtete Beck und sprach von einem "massiven und willkürlichen Polizeieingriff". Laut der Grünen-Europaabgeordneten Terry Reintke wurden weitere Parteimitglieder festgenommen.