Auch Italien brennt – Evakuierungen an der Adria-Küste

Wegen heftiger Waldbrände in Italien musste Alarm an der Adria-Küste ausgegeben werden. Hotels, Häuser, Campingplätze wurden evakuiert.

Hunderte Bewohner und Touristen sind wegen Feuern um die italienische Adria-Gemeinde Campomarino östlich von Rom aus ihren Unterkünften gebracht worden. Die Behörden evakuierten am Sonntag Hotels, Campingplätze und Wohnhäuser im Ortsteil Campomarino Lido am Meer, wie die Feuerwehr am Abend mitteilte.

Mehr als 400 Menschen wurden demnach aus den Häusern geholt. Auf einem Video der Feuerwehr war zu sehen, wie dichter Qualm durch die Straßen zog und sich Flammen durch Büsche bis zu einem Café durchfraßen. Fotos zeigten Brände in der Nähe von Häusern.

Höllen-Hitze

"Die Temperaturen, die uns in den kommenden Tagen erwarten, erfordern höchste Aufmerksamkeit", mahnte der Chef der Zivilschutzbehörde, Fabrizio Curcio, am Sonntag in Rom. Es sei deshalb wichtig, jegliches Verhalten zu vermeiden, das Brände verursache, und Feuer rechtzeitig zu melden, selbst wenn sie klein seien. Die vergangenen Tage im Kampf gegen die Brände bezeichnete Curcio als "herausfordernd" und "dramatisch".

Besonders heiß dürfte es am Dienstag und Mittwoch werden. Die Zivilschutzbehörde rechnete mit Werten bis zu 45 Grad Celsius auf den großen Ferieninseln Sizilien und Sardinien. Besonders von den Feuern betroffen sind zudem die südlichen Regionen des Festlandes wie Kalabrien und Apulien.

Ein Lichtblick: die von einem US-Wettermodell für Sonntag errechnete Höllen-Hitze mit bis zu 50 Grad in der Feuer-Region traf – zum Glück – nicht ein.

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