Ratkov verlässt den österreichischen Tabellenführer in Richtung Italien. Über die Vertragslaufzeit machte der aktuell Tabellen-Neunte der Serie A zwar keinerlei Angaben, es soll sich aber um einen langfristigen Kontrakt handeln. Ebenso offen blieben die Ablösemodalitäten. Für den 22-jährigen Stürmer aus Serbien sollen stolze 13 Millionen Euro nach Salzburg fließen.
"Ich denke, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für mich gekommen ist, um einen nächsten Schritt zu machen", meinte der Angreifer, der im Sommer 2023 von Backa Topola in die Mozartstadt gekommen war, seither in 99 Spielen für die Bullen 22 Treffer erzielte.
Ein Wechsel, der bei Lazio-Kulttrainer Sarri nicht gut ankam. Der Coach, der im Sommer 2025 zu den Römern zurückkehrte, holte nämlich zu einem Rundumschlag aus. Er polterte gegen Schiedsrichterentscheidungen und den VAR, und schließlich gegen den Neuzugang Ratkov. Von dessen Verpflichtung erfuhr der 66-Jährige aus den Medien. Gegenüber "DAZN" lederte er deshalb los: "Ich kenne diesen Spieler nicht. Wahrscheinlich kennen ihn die Leute im Verein besser als ich. Ich habe ehrlich gesagt keinen österreichischen Fußball geschaut", so der Kult-Trainer.
Sarri wolle sich nun mit den Stärken und Schwächen des Neuzugangs beschäftigen, kündigte der Kult-Trainer an. Zuvor haben die Laziali Mittelstürmer Taty Castellanos für 29 Millionen Euro an West Ham United abgegeben, Lazio lässt auch Matteo Guendouzi zu Fenerbahce Istanbul ziehen. "Wir sind ein Verein, der nicht die gleichen Gehälter wie die anderen Vereine bieten kann, daher verstehe ich die Schwierigkeiten", so der 66-Jährige, der aber trotzdem nicht ans Aufhören denkt: "Ich habe zu Saisonbeginn gesagt, dass ich unter allen Umständen hierbleiben und alles in Kauf nehmen werde. Ich musste bisher mehr ertragen, als ich erwartet hatte."