Fussball

Italien sperrt Altstar Buffon wegen Gotteslästerung

Italien greift gegen Gotteslästerung durch. Tormann-Ikone Gigi Buffon von Juventus Turin wurde gesperrt.
20 Minuten
30.03.2021, 19:51

Das Goalie-Urgestein muss eine Partie pausieren - für ein Fehlverhalten im Dezember. Die fragwürdige Äußerung, die nicht näher beschrieben wird, sei beim 4:0-Auswärtssieg der "Bianconeri" gegen Parma am 19. Dezember gefallen, hieß es in einer Mitteilung des italienischen Fußball-Verbandes.

Buffon habe um die 80. Spielminute etwas zu seinem Teamkollegen Manolo Portanova gesagt, als die blasphemische Äußerung fiel. Buffon wäre nicht der erste Profi-Kicker in der Serie A, der eine Strafe für ein derartiges Vergehen bekäme. Mitte Dezember wurde auch Bryan Cristante von der AS Rom dabei erwischt, wie er nach einem Eigentor fluchte – auch er wurde für ein Spiel gesperrt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Buffon wegen einer angeblich blasphemischen Äußerung verantworten muss. In der Vergangenheit musste sich der Keeper bereits entschuldigen, weil er das Wort "dio" (Gott, Anm.) ausgesprochen hatte. Der italienische Fußballverband hatte 2010 blasphemischen Äußerungen den Krieg erklärt: "Wir werden in offizielle Entscheidungen eingreifen, um klarzustellen, dass Gotteslästerung in den Bereich missbräuchlichen Verhaltens fällt", betonte Giancarlo Abete, zu dieser Zeit Präsident des Verbands, damals.

So kann ein Schiedsrichter im katholisch geprägten Italien, wenn er denn einen Spieler auf frischer Tat ertappt, direkt die Rote Karte zücken. Die Unparteiischen können blasphemische Äußerungen jedoch auch im Nachhinein sanktionieren.

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