Italien vermietet dreizehn Leuchttürme

Um die Gebäude vor dem Verfall zu schützen, vermietet die italienische Regierung dreizehn Leuchttürme und vier andere Küstenhäuser an Private.

Bereits zum dritten Mal werden in Italien baufällige Leuchttürme und andere Gebäude entlang der Küste zur Miete ausgeschrieben. Die Bedingung: Der Mieter nimmt das Gebäude maximal für die nächsten 50 Jahre und hält es in Stand – und wandelt es optimalerweise in ein Restaurant, ein Hotel oder ein Museum um.

Erfolgskonzept

In den vergangenen Jahren konnte die italienische Regierung so viele bedrohte Gebäude retten. 2016 wurden 9 Leuchttürme vermietet, 2015 sogar 15 – darunter auch andere Gebäude, zum Beispiel Häuser der Küstenwache. Natürlich geht es dabei auch immer um Geld: Die Italiener wollen so ein Loch in der Kasse stopfen. Die Mieten sollen zwischen 700'000 und 800'000 Euro pro Jahr einbringen.

Die Mieter können mit den Gebäuden grundsätzlich machen, was immer sie wollen. Die einzige Bedingung: Sie müssen stehen bleiben. Ob darin aber gewohnt, Gäste bewirtet oder gearbeitet wird, spielt keine Rolle. Bewerber, die Hotels oder ein anderes Gewerbe betreiben möchten, haben aber wesentlich bessere Chancen.

Leuchttürme teilweise noch aktiv

Die Mietpreise werden noch nicht bekannt gegeben. Sie bewegen sich aber je nach Größee und Ort der Gebäude zwischen 3000 und 7000 Euro pro Monat. Um die teilweise noch vorhandenen Lampen in den Leuchttürmen muss sich ein Mieter indes keine Sorgen machen: Die werden weiterhin von der Marine gewartet, leuchten tun sie sowieso automatisch.

Die Ausschreibung auf der Website des Finanz- und des Verteidigungsministeriums läuft noch bis zum 29. Dezember. Die Website ist sehr unübersichtlich, aber in diesem PDF finden Sie alle Gebäude.

In unserer Bildstrecke sehen Sie die Leuchttürme, die schon bald Ihnen gehören könnten.

(Red)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Forza ItaliaWiener WohnenWiener Wohnen

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen