Italiener triumphiert im 100-Meter-Finale bei Olympia

Marcell Jacobs
Marcell JacobsREUTERS
Der große Leichtathletik-Höhepunkt bei den Olympischen Spielen ist Geschichte! Der Italiener Marcell Jacobs triumphiert im Finale über 100 Meter.

Sensation in Tokio! Das begehrteste Sprint-Gold der 32. Olympischen Spiele geht nach Europa. Der Italiener Marcell Jacobs setzte sich in 9,80 Sekunden vor dem US-Amerikaner Fred Kerley (9,84) und dem Kanadier Andre De Grasse (9,89) durch.

Der Sieger stellte mit seiner Zeit einen neuen Europarekord auf, blieb aber deutlich über dem Weltrekord von Usain Bolt (9,58). Für Jacobs und sein Heimatland war es ein historischer Erfolg: die erste italienische Goldmedaille im 100-Meter-Sprint der Männer.

Der Südafrikaner Akani Simbine verpasste die Medaille als Vierter um lediglich vier Hundertstelsekunden (9,93). Der US-Amerikaner Ronnie Baker wurde Fünfter (9,95), Su Bingtian aus China Sechster (9,98).

Der Brite Zharnel Hughes wurde im Finale wegen eines Fehlstarts disqualifiziert.

Während die Sprinterinnen aus Jamaika am Samstag über 100 m Gold, Silber und Bronze abgeräumt hatten, waren im Finale der Männern erstmals seit Sydney 2000 keine Sprinter von der Karibikinsel am Start. Sowohl Oblique Seville, als auch der ehemalige Weltmeister Yohan Blake blieben im Semifinale chancenlos. Nach drei Goldmedaillen durch Usain Bolt in Folge stammt der 100-Meter-Olympiasieger erstmals seit 2004 nicht aus Jamaika.

Die schnellste Zeit im Halbfinale gelang mit 9,83 Sekunden dem Chinesen Su Bingtian, der als erster Sprinter aus Asien seit dem Japaner Taka Yoshioka 1932 den Endlauf erreichte, und dem US-Amerikaner Ronnie Baker. Mit Trayvon Bromell aus den USA blieb zudem ein weiterer Kandidat auf die Nachfolge von Superstar Bolt im Semifinale auf der Strecke.

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