Mit nur 29 Jahren beendete Ana Ivanović im Dezember 2016 überraschend ihre Karriere. Offiziell galten damals zahlreiche Verletzungen als Hauptgrund. Nun verriet die French-Open-Siegerin von 2008, dass vor allem ihr schlechter psychischer Zustand eine große Rolle spielte – und sie zum Schlussstrich bewegte.
In der kroatischen Sport-Talkshow "Neuspjeh prvaka" vom neuen kroatischen Nationaltrainer Slaven Bilić sprach die Serbin erstmals offen über ihre damaligen Probleme.
"In den letzten Jahren meiner Karriere hatte ich sehr starke Panikattacken, sobald ich auf den Platz ging. Ich habe nie darüber gesprochen, aber ich hatte wirklich heftige Panikattacken", erzählte die 38-Jährige.
Nach außen ließ sich der ehemalige Tennis-Star von den Schwierigkeiten nichts anmerken. Doch ihr Zustand wurde immer schlimmer und schlimmer. "In Wirklichkeit war ich einfach nur in Panik und konnte nicht mehr. Ich hatte panische Angst davor, am nächsten Tag wieder auf den Platz zu gehen und vor Publikum spielen zu müssen", sagte Ivanović.
Trotzdem sei ihr die Entscheidung zum Rücktritt alles andere als leicht gefallen. "Natürlich war es kein leichter Schritt und es fiel mir schwer, Tennis aufzugeben, denn seit meinem fünften Lebensjahr war es mein Leben, meine erste Liebe, etwas, das ich wirklich liebte und in dem ich sehr gut war. Aber ich hatte das Gefühl, dass es der richtige Zeitpunkt für mich war."
Bereut hat die frühere Weltranglistenerste ihren Entschluss bis heute nicht. "Ich vermisse die großen Turniere, den Wettkampf, das Gefühl, das Adrenalin, aber ich bereue meine Entscheidung nicht. Ich bin sehr glücklich, wo ich jetzt bin."
Dass sie ihre Karriere schon mit 29 Jahren beenden würde, kam für Ivanović übrigens nicht überraschend. "Ich erinnere mich, dass ich in meinen Zwanzigern gesagt habe, ich sei nicht der Typ, der bis 40 spielt. Das hat mich nie gereizt, weil ich wusste, dass es andere Dinge gab, die ich im Leben tun wollte."