Franco Fodas Bilanz beim amtierenden Schweizer Meister FC Zürich ist nach vier gespielten Runden desaströs. Ein magerer Punkt und drei Niederlagen, dazu kein einziges Tor geschossen. Die Luft für den Deutschen und seinen Klub wird immer dünner.
Nach der 0:3 Klatsche gegen den FC Sion, Klub von ÖFB-Team-Goalie Heinz Lindner, platzt dem Trainer nun der Kragen: "Unter dem Strich verlieren wir wieder wie gegen YB oder St. Gallen ein Spiel, was total unnötig war. Wir müssen jetzt schleunigst in die Spur finden."
Foda nimmt nun seine eigenen Spieler in die Pflicht, um den Turnaround zu schaffen. Allen voran für das Defensivduo Becir Omeragic und Mirlind Kryeziu, sowie den zentralen Mittelfeldakteur Cheick Conde hagelte es nach dem Schlusspfiff Kritik. Die drei Profi-Kicker hatten mit individuellen Fehlern maßgeblichen Anteil an der Niederlage, wurden daraufhin ausgewechselt.
"Vielleicht gibt es Änderungen. Denn man muss einfach konzentriert sein und im Aufbau keine Fehler begehen, das ist unabhängig davon, ob man Dreier-, Vierer- oder Sechserkette spielt", schließt Foda Änderungen an der Startelf nicht aus.
Lob gab es hingegen für den gegnerischen Torwart Heinz Lindner. Der ÖFB-Goalie wusste mit starken Paraden zu beeindrucken. "Hätten wir direkt nach der Pause das 1:0 gemacht, wäre alles vielleicht anders gelaufen. Aber da hat der Heinz super gehalten, super reagiert, danach kassieren wir das 0:1, ehe der Heinz erneut mit einer Klassereaktion ein Tor verhinderte" analysiert der Zürich-Coach die Leistung des Sion-Keepers.
Für Heinz Lindner dürfte seine Leistung gegen Foda doppelt Grund zur Freude geben. Neben den drei Punkten in der Meisterschaft, darf er sich über ein persönliches Erfolgserlebnis freuen, verlor er doch während der Amtszeit des Deutschen überraschend seinen Kaderplatz für die Europameisterschaft.