Jamaika-Athletin: "Österreich, adoptiere mich!"

Megan Tapper
Megan Tapperimago images/UPI Photo
Megan Tapper jubelt über Olympia-Bronze über 100 Meter Hürden. Ihre Medaille widmet sie auch Österreich und meint: "Adoptiert mich als Tochter."

Der rot-weiß-rote Anteil am Edelmetall ist nämlich nicht gering. Tapper ist Teil der von Philipp Unfried betreuten Trainingsgruppe in St. Pölten. "Österreich hat mir so viel gegeben, ich hoffe, ihr werdet mich als eure Tochter adoptieren, diese Medaille ist auch für euer Land", lacht die 27-Jährige nach ihrer Sternstunde in Tokio.

Coach Unfried zeigt sich über die Medaille "sprachlos". "Sie ist in den letzten Wettkämpfen vor den Spielen schon super gelaufen und hat die jamaikanischen Meisterschaften gewonnen. Damit war natürlich klar, dass es das Ziel ist, dass sie vorne reinläuft. Dass sie wirklich eine Medaille macht, ist einfach richtig, richtig cool."

"Zeigt, was möglich ist!"

Unfried hofft, dass davon auch ihre Kollegen in der Trainingsgruppe profitieren: "Ich glaube, dass das unseren jungen Sprintern zeigen kann, was möglich ist. Sie haben einfach gesehen, welche Schwierigkeiten sie teilweise im Training hatte und so weiter. Und dass sie oft auch nicht so weit dahinter sind."

12,55 Sekunden benötigte Tapper im Finale über die 100 Meter Hürden. Nur zwei Athletinnen waren schneller. Jasmine Camacho-Quinn aus Puerto Rico holte Gold in 12,37 Sekunden, US-Athletin Kendra Harrison Silber in 12,52 Sekunden.

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