Jede 5. Impfdosis liegt auf Eis

Kanzler Sebastian Kurz fliegt am Donnerstag nach Israel.
Kanzler Sebastian Kurz fliegt am Donnerstag nach Israel.Helmut Graf
Kanzler Kurz strebt nun eine gemeinsame Impfstoffproduktion mit Israel und Dänemark an. Diese soll auch im Kampf gegen Corona-Mutationen helfen.

Das Impfen bleibt ein Sorgenkind in Österreich: Laut der EU-Gesundheitsagentur ECDC sind bisher gerade einmal 79,2 Prozent der ausgelieferten 825.315 Dosen auch tatsächlich verimpft worden. Heißt: Bisher haben 653.382 Menschen im Land eine (oder auch schon die zweite) Impfung erhalten. Das nationale Impf-Dashboard weist indes aus, dass 434.711 Personen zumindest eine Impfdosis erhalten haben. Das sind 4,88 Prozent der Gesamtbevölkerung. Den zweiten Stich gab es für 235.497 Menschen. Am meisten geimpft wurde vergangenen Freitag (38.784).

Kurz will "gerüstet sein"

Kanzler Kurz bricht am Donnerstag zu einer Impf-Mission nach Israel auf. Mit Premier Netanjahu und Dänemarks Regierungschefin Frederiksen will er wie berichtet eine gemeinsame Impfstoffproduktion vorantreiben. Im Vorfeld lud er gestern mit Wissenschaftsminister Faßmann und Wirtschaftsministerin Schramböck Vertreter der Pharmabranche ins Kanzleramt. Es gehe darum, "möglichst eigenständig gerüstet zu sein, mit Mutationen umzugehen, gegen die vielleicht in Zukunft herkömmliche Impfungen nicht wirken", so Kurz. Kritik am Israel-Trip des Kanzlers übte indes SPÖ-EU-Delegationsleiter Schieder: Die Reise sei ein "billiges Ablenkungsmanöver vom heimischen Impfversagen".

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