Die zweite Welle der Corona-Pandemie hatte dramatischen Folgen für Österreich und deutlich mehr Menschen das Leben gekostet, als beim ersten großen Ausbruch der Krankheit im Frühling. Das berichtet auch die "Kronen Zeitung" am Donnerstag.
Mit der Explosion der Neuinfektionen Ende Oktober (KW43) hatte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES auch einen Anstieg der Übersterblichkeit festgestellt, der in den beiden Wochen vom 9. bis 22. November als "sehr hoch" eingestuft wurde. Heißt: Es starben deutlich mehr Menschen als sonst zu dieser Jahreszeit üblich.
Insgesamt wurden in den vier Wochen vom 2. bis 29. November 9.131 Todesopfer registriert, 2.065 davon waren nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. Knapp jeder Vierte (22,6 Prozent) hatte sich also mit Covid-19 angesteckt.
Ein Blick zurück in den Frühling zeigt, in den vier Wochen vom 23. März bis zum 19. April sind in Österreich insgesamt 7.090 Menschen verstorben. Mit 499 betrug damals der Anteil an Toten mit bekannter Corona-Infektion nur etwa sieben Prozent.
Schon in Kalenderwoche 47 (16. bis 22. November 2020) hatte die Statistik Austria einen traurigen Rekord gemeldet. In dieser einen Woche starben so viele Menschen wie seit 1978 nicht mehr. "Mit 2.431 Verstorbenen innerhalb einer einzigen Woche wurde der höchste Wochenwert seit 42 Jahren erreicht", so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas Anfang Dezember rückblickend – "Heute" berichtete.
In der letzten Novemberwoche wurde dieser dramatische Höchstwert noch einmal geknackt. 2.445 Verstorbene hat die Statistik Austria zwischen dem 23. bis 29. November erfasst. Davon sollen laut AGES 629 Personen positiv getestet gewesen sein.